Centrino-Notebooks als WLAN-Access-Point unter Linux
Intel will die Linux-Treiber für die WLAN-Chips neuerer Centrino-Notebooks um Access-Point-Fähigkeiten erweitern.
In einem neuen Sourceforge-Projekt namens ipw2200-ap will Intel die Linux-Treiber für die in neueren Centrino-Notebooks zu findenden WLAN-Chips um Access-Point-Fähigkeiten erweitern. Das kündigte Intel-Mitarbeiter York Liu in einer Mail an die Linux-Kernel-Mailingliste (LKML) an. Das Projekt will den Master-Mode für den Einsatz als Access-Point jedoch nur mit den WLAN-Chips nach IEEE802.11b/g (ipw2200) und IEEE802.11a/b/g (ipw2915) implementieren – der ältere und langsamere Vorgänger ipw2100 für Funknetze nach IEEE802.11b wird wohl außen vor bleiben.
Intel hatte nach Einführung der Centrino-Hardware viel Kritik für das Fehlen von Linux-Treibern für die WLAN-Module einstecken müssen – Intel gelobte jedoch Besserung und entwickelte Treiber im Rahmen eines Open-Source-Projekts auf Sourceforge. Mit dem Kernel 2.6.14 wurde sie nun in den offiziellen Kernel aufgenommen; die in Kürze erwartete Version 2.6.15 wird aktualisierte Treiber enthalten.
Die WLAN-Module von Intel zählen mittlerweile zu denen, die unter Linux die geringsten Probleme bereiten. Für viele andere WLAN-Chips gibt es keine Linux-Treiber – hier bleibt dann oft nur der unter Kernel-Entwicklern umstrittene ndiswrapper, mit dem sich für Windows geschriebene NDIS-Treiber unter Linux einsetzen lassen.
Hoffnung gibt es mittlerweile fĂĽr die verbreiteten und auch in Apples Airport Extreme zum Einsatz kommenden 43xx-Chips von Broadcom. Die Open-Source-Gemeinde entwickelt seit kurzem einen Treiber im bcm43xx-Projekt, nachdem findige Entwickler per Reverse-Engineering eine Spezifikation der Hardware erstellt hatten. (thl)