United Internet mit Gewinnsprung
Zwar konnte der Internetdienstleister im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn steigern, mit der Zahl der DSL-Neukunden ist er nicht zufrieden.
Der Internetdienstleister United Internet hat im abgelaufenen Quartal sein Ergebnis gesteigert. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei um 58,4 Prozent auf 95,4 Millionen Euro gewachsen, teilte das börsennotierte Unternehmen mit. Es versammelt unter seinem Dach unter anderem die Marken 1&1, GMX und web.de. Ohne den positiven Effekt aus dem Bereich Online-Marketing wuchs der operative Gewinn auf 71,8 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um ein Viertel auf 361 Millionen Euro, der Überschuss stieg von 28,8 Millionen auf 45,4 Millionen Euro. Wachstumstreiber sei das Webhosting-Auslandsgeschäft gewesen, in dem das Unternehmen die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge im Vergleich zum Vorjahr um 410.000 auf 1,47 Millionen gesteigert habe. Insgesamt hatte United Internet Ende Juni 2007 rund 3,11 Millionen Hosting-Kunden.
"Bei der DSL-Neukundenzahl sind wir im ersten Halbjahr 2007 trotz unserer Produktinnovationen sichtbar unter dem Vorjahreswert geblieben", sagte Vorstand Ralph Dommermuth. Im zweiten Quartal sei sein Unternehmen mit 64.000 Neukunden deutlich unter den geplanten 100.000 geblieben. Mit der Einführung der Komplettpakete 1&1 Surf & Phone Anfang Juli habe sich United Internet aber darauf eingestellt, dass die Kunden eher Rundumangebote mit integriertem Telefonanschluss wünschten. Dommermuth zeigte sich "zuversichtlich, dass wir bis Jahresende die Wachstumsdelle des 1. Halbjahres wieder ausbügeln können und unser Ziel von rund 500.000 DSL-Neukunden weiterhin erreichen können".
Die Online-Marketing-Marken AdLINK, affilinet und Sedo hätten von der positiven Entwicklung des Online-Werbemarktes profitiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg hier der Umsatz um 22,1 Prozent auf 103,2 Millionen Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 170,6 Prozent auf 29,5 Millionen Euro. (anw)