Mehrheitsaktionär beantragt Auflösung von Pandatel

Dowslake Venture begründet die geplante Abwicklung des Ethernet- und Glasfaser-Spezialisten mit den "erheblichen Verlusten" der vergangenen Jahre und einer veraltenden Produktpalette.

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Von
  • Jürgen Kuri

Das börsennotierte Telekommunikationsunternehmen Pandatel mit Sitz in Hannover soll nach dem Willen des Mehrheitsaktionärs aufgelöst werden. Pandatel liefert unter anderem Netzwerk-Produkte wie Ethernet-Kupfer- oder Glasfaserkonverter sowie optische Mehrwellenlängenübertragungsprodukte für Unternehmen. Bereits Ende 2005 verkündete Pandatel im Rahmen einer "operativen Unternehmensrestrukturierung" den Abbau von zwei Dritteln aller Arbeitsplätze im Unternehmen. Zudem wurde der Firmensitz von Hamburg nach Hannover verlegt.

Die Dowslake Venture Ltd., seit November 2005 Großaktionär bei Pandatel, habe einen entsprechenden Tagesordnungspunkt für die nächste Hauptversammlung beantragt, teilte das Unternehmen mit. Dowslake Venture habe die geplante Abwicklung von Pandatel mit den "erheblichen Verlusten" begründet, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren angehäuft habe. Eine Restrukturierung habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Produktpalette des Ethernet-Spezialisten sei veraltet.

Pandatel ist seit 1999 börsennotiert. Im Geschäftsjahr 2006 sank der Umsatz der Firma von 12,8 auf 9,1 Millionen Euro; vor Steuern wies Pandatel einen Verlust von 6,3 Millionen Euro nach einem Minus von 15,1 Millionen Euro im Jahr 2005 aus. Die liquiden Mittel der Firma belaufen sich noch auf 2,3 Millionen Euro, dazu kommen kurzfristige Finanzanlagen im Wert von 2,9 Millionen Euro. (jk)