Streik bei Sparkassen-Informatik geht für acht Tage weiter

Die vier Standorte Köln, Duisburg, Mainz und Karlsruhe der Sparkassen Informatik sollen zum Ende September 2008 geschlossen und 700 Arbeitsplätze abgebaut werden.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Sparkassen-Informatik (SI) erneut zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Der Streik wurde gestern fortgesetzt und solle erstmalig acht Tage am Stück dauern, also bis einschließlich kommenden Montag, heißt es in einer ver.di-Mitteilung.

Zuletzt wurde an den Standorten Köln, Duisburg, Mainz und Karlsruhe Ende der vergangenen Arbeitswoche anlässlich des Einigungsstellenverfahrens gestreikt. Die Gewerkschaft beklagt nun eine "unverändert starre Haltung des Arbeitgebers".

Die vier Standorte sollen nach Angaben der Gewerkschaft zum Ende September 2008 geschlossen und 700 Arbeitsplätze abgebaut werden. Insgesamt seien von den 3400 SI-Mitarbeitern etwa 1250 auch durch Änderungskündigungen betroffen. ver.di fordert den Ausschluss betriebsbedingter Änderungskündigungen bis 2017.

SI begründet die im Dezember 2006 verkündeten Standortschließungen damit, die "historisch bedingte Zersplitterung gleicher Aufgaben auf mehrere Standorte zu beseitigen". Die SI, die rund 300 Sparkassen in fünf Bundesländern betreut, ging 2001 aus der Fusion von drei Vorgängerunternehmen hervor. Seinerzeit erhielten die Beschäftigten eine Arbeitsplatzgarantie für zehn Jahre, allerdings mit dem Zusatz, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre die Standortstruktur überprüft werde. (anw)