Bericht: Sanyo verhandelt erneut ĂĽber Verkauf der Handy-Sparte
Als Kaufinteressenten für die Nummer Neun im Handy-Weltmarkt werden Sharp und Kyocera gehandelt. Sanyo durchläuft nach Verlusten ein Restukturierungsprogramm und will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.
Der japanische Elektronik-Konzern Sanyo unternimmt einen erneuten Anlauf, sich von seiner Telefonsparte zu trennen, die überwiegend mit der Produktion von Handys befasst ist. Als Kaufinteressenten gelten die gleichfalls in Japan ansässigen Wettbewerber Sharp und Kyocera – dies meldet unter anderem n-tv unter Berufung auf Firmen-Insider.
Demnach ist Sanyo der weltweit neuntgrößte Mobilfunkkonzern. Die Handysparte trug im abgelaufenen Geschäftsjahrmit einem Umsatz von knapp 2,9 Milliarden Dollar mit rund 15 Prozent zum Konzernumsatz bei. Weitere Details einer möglichen Transaktion, zum Beispiel der Kaufpreis oder die Zukunft der betroffenen Produktionsstätten und -mitarbeiter, wurden bislang nicht bekannt.
Sanyo hatte in der jüngsten Vergangenheit wirtschaftliche Verluste zu verkraften und war unter Bilanzmanipulationsverdacht geraten. Das Unternehmen aus Osaka befindet sich nach in einer Restrukturierungsphase und will sich von Geschäftsbereichen trennen, die es nicht mehr zum Kerngeschäft zählt. Erst im Frühjahr hatte Sanyo seine Halbleitersparte zum Verkauf angeboten.
Offenbar haben die Japaner die Hoffnung aufgegeben, den Rückstand zu den Marktführern und Trendsettern im Handy-Weltmarkt, Nokia, Samsung und Motorola, noch aufholen zu können. Schon im vergangenen Herbst wurde in den Medien über den Verkauf der Handy-Sparte spekuliert. (ssu)