Die Branche boomt, die CeBIT platzt aus allen Nähten
Die CeBIT kann einen Anstieg der Ausstellerzahlen um ĂĽber 400 verbuchen; die aktuellen Zahlen des IT-Markts zeigen einen ungebremsten Boom.
Die Deutsche Messe AG, Veranstalter der CeBIT, kann vor Stolz kaum laufen: Auch dieses Jahr stieg die Zahl der Aussteller stärker als erwartet. Ging die Messegellschaft Anfang Februar noch von 100 Ausstellern mehr als im Vorjahr aus, spricht sie nun von fast 400 zusätzlichen Firmen, die ihre Produkte auf der CeBIT 2000 präsentieren. Die Gesamtzahl der Aussteller steigt damit auf 7.802, fast 3.000 davon aus dem Ausland.
Die CeBIT-Veranstalter interpretieren diesen Zuwachs auch als Indiz, dass die Computer- und Telekommunikationstechnik weltweit weiterhin eine Boom-Branche darstellt. Die Zahlen, die kurz vor dem Beginn der CeBIT bekanntgegeben wurden, sprechen zusätzlich eine deutliche Sprache: Der Weltmarkt für Informations- und Kommunikationstechnologien soll in diesem Jahr um fast zehn Prozent auf 3,4 Billionen Mark wachsen. Das europäische Institut EITO (European Information Technology Observatory) progonostiziert für die kommenden Jahre eine stetige Steigerung von gut 300 Milliarden Mark.
1999 habe der gesamte Markt um 9,3 Prozent auf 3,1 Billionen Mark zugenommen. In Westeuropa habe die Branche sogar über Durchschnitt um zwölf Prozent auf 1,02 Billionen Mark zugelegt und ihren Weltmarktanteil leicht auf 31 Prozent ausgebaut. An der Spitze liegt weiterhin die die USA mit 35 Prozent, Dritter ist Japan mit elf Prozent. Die aktuellen Zahlen für den deutschen Markt will der Branchendachverband BITKOM kommende Woche zum Auftakt der CeBIT veröffentlichen. Experten gehen laut dpa davon aus, dass die Zuwachsraten in diesem Jahr mit acht Prozent deutlich unter dem europäischen Wert liegen. Im vorigen Jahr überschritt die Informations- und Telekommunikationstechnik hier zu Lande dennoch erstmals die Umsatzschwelle von 200 Milliarden Mark. (jk)