Studie: Mobile Entertainment kommt nicht in Schwung

Eine Studie zeigt, dass die meisten Handy-Besitzer kein Interesse am mobilen Download von Musik oder Klingeltönen haben.

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Aller Klingelton-Werbung zum Trotz: Nach einer Studie von M:Metrics haben nur 6,6 Prozent aller deutschen Handynutzer im Juli einen Klingeltön gekauft. Auf dem Vormarsch sehen die Autoren dabei so genannte Ringback-Services, die Anrufern Musik vorspielen, bis der Angerufene das Gespräch annimmt. Hier steht Deutschland mit 1,3 Prozent noch ganz am Anfang – in Amerika benutzten 3,7 Prozent aller Handybesitzer diesen Service, in Spanien seien es gar 9,7 Prozent.

Die beliebtesten Telefone der Deutsche sind die Nokia-Modelle 6630, N70 und 6680 – allesamt Telefone, die auch eine MP3-Datei als Klingelton verwenden können. Für den mobilen Download von Musik scheinen sich dennoch nur wenige deutsche Handy-Nutzer zu interessieren: Gerade einmal 0,3 Prozent der Befragten benutzen ihr Handy dazu. Da jedoch viele aktuelle Handys vorhandene Musik via Speicherkarte, USB-Kabel oder Bluetooth entgegennehmen, benutzen immerhin 1,4 Prozent der deutschen Handynutzer ihr Mobiltelefon als MP3-Player. Über das Software-Verzeichnis von heise mobil sind (teilweise kostenlose) Tools zu finden, die Musikstücke in auch für ältere Handys geeignete Formate umwandeln.

Weiter fragten die Analysten nach den verwendeten Handy-Anwendungen. Signifikante Änderungen zu früheren Erhebungen konnten sie dabei jedoch nur wenige beobachten. Der Versand von Fotos via MMS (photo messaging) konnte um 3,8 Prozent zulegen, um 4,9 Prozent der Download von Spielen. Einen starken Rückgang hingegen musste die Kommunikation via E-Mail hinnehmen: Während die private Nutzung um 7,4 Prozent zurück ging, nahm die berufliche gleich um 10,9 Prozent ab.

In absoluten Zahlen fĂĽhrt die Kommunikation via SMS mit rund 80 Prozent weit vor allem anderen die Liste der verwendeten Anwendungen an. Der Fotoversand via MMS wird von 20 Prozent der Anwender genutzt, Web-, E-Mail- oder andere Anwendungen nutzen weniger als 10 Prozent der Anwender. (ll)