VMware prescht mit Paravirtualisierung vor

Ăśberraschend hat VMware eine Vorabversion seiner Software vorgestellt, die paravirtualisierte Linux-Kernel ausfĂĽhren kann.

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Überraschend hat VMware eine Vorabversion seiner Software vorgestellt, die paravirtualisierte Linux-Kernel ausführen kann. Die Technology Preview des speziellen virtuellen Machine Monitor (VMM) steht auf einer eigens eingerichteten Web-Seite zum Download bereit. Zusätzlich zum VMM bietet VMware fertige Images von Fedora Core 5 oder Open Suse 10.1 an, die passend modifizierte Kernel enthalten. Der Clou der bei der Paravirtualisierung obligatorischen Kernel-Anpassung liegt darin, dass das Binary eines solchen Kernels langfristig nicht nur unter Regie eines beliebigen Hypervisors, sondern auch nativ laufen könnte.

Schon 2005 hatte VMware vorgeschlagen, eine Schnittstelle für die Paravirtualisierung des Linux-Kernels zu schaffen und einen entsprechenden Entwurf, die VMI-Spezifikation in die Welt gesetzt. Weder bei den Kernel- noch bei den Xen-Entwicklern, die mit ihrem Hypervisor die Paravirtualisierung populär gemacht hatten, stieß der Vorschlag auf allzu große Begeisterung. Jüngst hatten sich alle Betroffenen aber auf einen Kompromiss für eine Schnittstelle zur Paravirtualisierung im Kernel verständigt. Die jetzige Veröffentlichung von VMware kommt dafür umso überraschender. (ps)