Dell sucht in den USA mehrere hundert Ingenieure und Techniker

Der weltgrößte PC-Hersteller Dell will seine aktuelle Krise anscheinend auch durch stärkere Anstrengungen bei der Produkt-Entwicklung überwinden.

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Der weltgrößte PC-Hersteller Dell investiert nicht nur in Billiglohn-Ländern und stellt zusätzliche Verkaufs- und Supportmitarbeiter ein, sondern will offenbar auch die eigene Kapazität zur Produktentwicklung deutlich stärken: Nach Informationen der texanischen Zeitung Austin American-Statesman will Dell am Hauptsitz in Round Rock und im Fertigungswerk im nahe gelegenen Austin rund 500 Ingenieure und Techniker neu einstellen. Auf der Job-Webseite von Dell sind bereits 182 Arbeitsplätze aus dem Bereich Engineering an Standorten in den USA ausgeschrieben.

Dells Aktivitäten im Bereich Entwicklung sind deshalb auffällig, weil der PC-Marktführer bisher nicht so stark durch eigene Entwicklungsleistungen aufgefallen ist. Dell ist zwar etwa auch in zahlreichen Industriegremien vertreten, doch im vergangenen Herbst hatte (der früher auch für HP tätige) Dell-Deutschland-Chef Alain D. Bandle noch betont, dass Dell möglichst wenig Geld für eigene Entwicklungen ausgebe. Stattdessen versucht Dell, vorhandene Technik möglichst preiswert zu fertigen. Nun scheint Dell eigenständigere Produkte anbieten zu wollen, um sich von Konkurrenten besser absetzen zu können. Dell hat in den letzten Monaten deutliche Veränderungen im Produktangebot und beim Service angekündigt, um seine aktuelle Gewinn-Schwäche zu überwinden. (ciw)