Top50-Supercomputer in Dresden eingeweiht

Die Technische Universität Dresden weiht ihren neusten Supercomputer ein.

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Von
  • Benjamin Benz

Am Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der Technischen Universität Dresden (TUD) weiht heute der sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt einen 15 Millionen Euro teuren Hochleistungsrechner ein. Unter anderem soll er rechenintensive Anwendungen wie Computersimulationen der Werkstoffwissenschaftler im Nanobereich, strömungstechnische Berechnungen im Maschinenwesen oder die Erforschung der Kommunikation zwischen Proteinen in der Bioinformatik ausführen. Laut Angaben der TUD stehen berereits Biologen, Chemiker, Ingenieurswissenschaftler aus ganz Sachsen in der Schlange für Rechenzeit. Ein wissenschaftlicher Beirat soll die Rechenzeit gerecht verteilen. Der seit 2005 geplante und gebaute – und vom Freistaat Sachsen bezahlte – Supercomputer soll allen universitären Einrichtungen Sachsens zur Verfügung stehen. Eine kommerzielle Nutzung ist auch möglich, indem sich Privatunternehmen Rechnerzeit kaufen können.

Der Computer, der weltweit zu den Top 50 und in Deutschland zu den drei leistungsstärksten Supercomputern zählt, soll Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen für Forschungszwecke zur Verfügung stehen. Wie viel Rechenleistung der neue Rechenknecht in seinem derzeitigen Ausbau jedoch genau liefert, war bisher noch nicht zu erfahren. Wirft man jedoch einen Blick in die aktuelle 28ste Ausgabe der Top-500-Liste, so belegt der Dresdner Altix 4700 von SGI dort bereits – damals (November 2006) noch in der Erpobungsphase – Platz 49. Bei der Anzahl der Itanium-Prozessoren sind sich die Macher der Top-500-Liste und das ZIH allerdings nicht ganz einig über die Zählweise der Kerne. Das ZIH spricht von 1024 Prozessoren, die Top-500-Liste von 2048. Die verbauten Montecito-Prozessoren (1,6 GHz) haben jeweils zwei Kerne. (bbe)