Apple hilft Entwicklern beim Umstieg auf Intel-Macs [Update]
Entwicklern, die zwischen dem 6. Juni 2005 und dem 10. Januar 2006 einen Prerelease-Intel-Mac (Developer Transition Kit, DTK) geliehen haben, bietet Apple an, diesen gegen einen neuen Intel-iMac umtauschen.
Der Computer-Hersteller aus Cupertino weiß, dass der Erfolg seiner neuen Mac-Modelle mit Intels Core-Duo-CPU alias "Yonah" mit der Verfügbarkeit eines breiten Software-Angebots steht und fällt. Deshalb schwört Apple seine Entwickler seit Bekanntgabe des Umstiegs auf Intel-Prozessoren zur World Wide Developers Conference 2005 (WWDC) auf Universal Binaries als neue Darreichungsform für Anwendungen ein. Das sind Mac-OS-X-Programmpakete mit Binärversionen für PowerPC- und Intel-CPUs. Im Developer Transition Resource Center fasst Apple sein breites Informationsangebot für Entwickler zusammen. Dort finden sich beispielsweise die überarbeitete Version der "Universal Binary Programming Guidelines" sowie Informationen zum Erstellen von Universal Binaries, wie man mit dem Problem der unterschiedlichen Byte-Ordnung von Intel- und PowerPC-CPUs umgeht oder was es beim Umstellen von AltiVec-Code für die SSE-Vektoreinheit der Intel-Prozessoren zu beachten gilt. Einige der Dokumente erfordern eine kostenlose Registrierung als Entwickler.
Entwicklern, die zwischen dem 6. Juni 2005 und dem 10. Januar 2006 einen Prerelease-Intel-Mac (Developer Transition Kit, DTK) geliehen haben, bietet Apple an, diesen gegen einen neuen Intel-iMac umzutauschen. Ein DTK konnten jedoch nur Entwickler mit einem kostenpflichtigen Developer Account gegen eine Leihgebühr von 999 US-Dollar bekommen. [Update:] Laut Apples FAQ-Seiten kommt der 1,8-GHz-iMac noch vor Rücksendung des Pentium-PC im G5-Gehäuse bei den Entwicklern an und bleibt dann deren Eigentum. Das Angebot gilt bis 31. März.
Die Auswahl an Programmen für PowerPC- und Intel-Macs wächst schon, und die Möglichkeit, finale Hardware kaufen zu können, sollte besonders kleineren Software-Schmieden die Scheu nehmen, ihre Produkte endlich an die neuen Macs anzupassen. So dürfte in den nächsten Monaten mit einer Flut an Intel-Mac-tauglichen Anwendungen zu rechnen sein. Der Beta-Test von Intels hochoptimierenden Compilern und Bibliotheken wird diesen Trend sicherlich verstärken. Viele Programmierer wird Apple mit der frühen Vorstellung der neuen Rechner überrascht haben, eigentlich sollten sie erst ab Mitte des Jahres auf den Markt kommen.
Um Anwendern signalisieren zu können, dass eine Software als Universal Binary vorliegt, hat Apple das Mac OS X Universal Logo Program ins Leben gerufen. Durch Unterschreiben des "Mac OS X Universal logo license agreement" verpflichten sich Entwickler, Programme nur gemäß diesem Vertrag mit dem Universal Logo zu kennzeichnen. Eine Überprüfung der gekennzeichneten Software durch Apple findet nicht statt. (adb)