SoftM schreibt weiter rote Zahlen
Im Geschäft mit Standardsoftware konnte der Münchner IT-Dienstleister zulegen, im Bereich Systemintegration halbierte sich der Umsatz nahezu - was SoftM unter anderem auf Abgänge beim Personal zurückführt.
- JĂĽrgen Kuri
Der Münchner IT-Dienstleister SoftM hat mit roten Zahlen und Umsatzrückgängen zu kämpfen. Im ersten Halbjahr verdoppelte sich der Nettoverlust auf 1,2 Millionen Euro. Der Umsatz brach von 35,3 auf 28,3 Millionen Euro ein.
SoftM hebt besonders hervor, dass der "deutliche Rückgang im Gesamtumsatz" vor allem auf die Geschäfte der Sparte Systemintegration zurückzuführen sei. Der Bereich habe wesentlich geringere Umsätze verbucht: Man habe Personalabgänge zu verkraften gehabt, die sich direkt auf den Umsatz ausgewirkt hätten. Die Sparte erzielte im Halbjahr noch einen Umsatz von 9,6 Millionen Euro, im gleichen Zeitraum des Vorjahrs lag er bei 17,1 Millionen Euro. Allein im zweiten Quartal sank der Umsatz von 8,7 auf 5,2 Millionen Euro. Man habe mittlerweile aber "wieder Personal aufbauen" können.
Mit Standardsoftware und deren Wartung setzte SoftM im ersten Halbjahr 9,1 Millionen Euro um nach 8,4 Millionen im Vorjahr; im zweiten Quartal stieg der Umsatz von 4,2 auf 4,5 Millionen Euro. Der Umsatz der Sparte Beratung ging im Halbjahr von 9,8 auf 9,6 Millionen Euro zurĂĽck, im zweiten Quartal stieg er von 4,6 auf 4,8 Millionen Euro.
Der Konzern rechnet auch trotz der Neueinstellungen für das Gesamtjahr mit einem erheblichen Umsatzrückgang, der vor allem aufgrund der bisherigen Situation im Bereich Systemintegration begründet liege. Dem und den "erhöhten Aufwendungen für neue Java-Produktlinien" stünden unter anderem steigende Umsätze im Softwarebereich gegenüber. Besonders die Übernahme des ERP-Spezialisten Semiramis soll sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs noch deutlicher positiv in den Büchern niederschlagen. (jk)