Pioneer bezichtigt Samsung der Patentverletzung

Der sĂĽdkoreanische Konzern soll fĂĽr seine Plasmadisplays patentierte Technik von Pioneer genutzt haben. Nach gescheiterten Verhandlungen haben die Japaner jetzt Klage eingereicht.

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Bei der Produktion seiner Plasmadisplays soll Samsung auf patentierte Technik von Pioneer zurückgegriffen haben, berichtet das Wall Street Journal. Bereits seit April 2005 hätten die Japaner daher mit dem südkoreanischen Elektronikkonzern über eine gütliche Nutzung der Patente verhandelt. Samsung SDI habe jedoch keine Einigungsbereitschaft gezeigt. Daraufhin hat Pioneer nun Klage beim US-Bezirksgericht in Texas eingereicht. Die Höhe der angepeilten Entschädigung hat der japanische Erfinder der Plasma-TVs jedoch nicht bekannt gegeben.

Das amerikanische Tochterunternehmen von Samsung zeigt sich indes unbeeindruckt. Samsung SDI teilte mit, keine Patente von Pioneer verletzt zu haben. Die Klage laufe daher ins Leere. Der Konzern werde sich in dem angestrengten Verfahren verteidigen. Schon vor rund zwei Jahren hatte sich Samsung in einem ähnlichen Streit um Patente mit dem japanischen Fujitsu-Konzern außergerichtlich geeinigt.

Als Pionier in Sachen Plasma-Fernseher musste Pioneer mittlerweile den größeren Konkurrenten wie Matsushita, LG und Samsung das Feld überlassen. Nach Angaben der Marktforscher von DisplaySearch teilten sich diese drei Firmen im zweiten Quartal 2006 fast 50 Prozent des Marktes. Matsushitas Marke Panasonic dominiert mit knapp 30 Prozent Marktanteil und wird künftig auf die weltgrößte Produktionsstätte für Plasma-Displays zugreifen können.

Noch 2004 hatte Pioneer seine Investitionen in die Plasma-Technik ausgebaut und den gesamten Plasma-Geschäftsbereich von NEC übernommen – inklusive der Patente. (map)