Erdbebensimulation für komplette Häuser

Im japanischen Kobe steht der erste Erdbebensimulator, auf dem Häuser mit mehr als zwei Stockwerken Höhe getestet werden.

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Im japanischen Kobe steht der erste Erdbebensimulator, auf dem Häuser mit mehr als zwei Stockwerken Höhe getestet werden. 325 Millionen Euro (45 Milliarden Yen) hat die japanische Regierung in "E-Defense" (E steht für Earth), so der martialische Name des Mega-Simulators, verbaut. Seit einem Jahr ist der Simulator in Betrieb – und nun werden erstmals auch Beton-Häuser auf den gigantischen Rütteltisch gestellt.

Die Häuser stehen auf einer Stahlplatte, die auf 14 Kolben ruht. Bis zu 1200 Tonnen Last können so mit 200 Zentimetern in der Sekunde bis zu einem Meter in der Horizontalen und mit 70 Zentimetern in der Sekunde 50 Zentimeter in der Vertikalen bewegt werden. Japan ist das geologisch aktivste Land der Welt. E-Defense soll den Japanern nun helfen, die Kräfte der Natur besser zu verstehen sowie Methoden zur Verstärkung bestehender Altbauten und erdbebenresistentere Neubauten zu entwickeln.

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