iRobot präsentiert neue Roomba-Serie
Der US-amerikanische Roboter-Hersteller iRobot hat seine neuen Top-Modelle im Segment der autonom arbeitenden Staubsauger vorgestellt. Nutzer der neuen Roomba-Geräte müssen keine Bedienungsanleitung mehr lesen - der Staubsauger-Roboter spricht.
- Peter-Michael Ziegler
Der US-amerikanische Roboter-Hersteller iRobot hat am heutigen Mittwoch in Burlington (Massachusetts) seine neuen Top-Modelle im Segment der autonom arbeitenden Staubsauger vorgestellt. Die neue Roomba-500-Serie zeichnet sich den Angaben zufolge vor allem durch verfeinerte Sensor-Systeme aus, was sich beim Anwender insofern bemerkbar machen soll, dass der Staubsauger in Frisbee-Form an Wänden und Möbeln nicht mehr so heftig anstößt und dadurch leiser arbeitet. Auch seien die Geräte jetzt noch gründlicher bei der Reinigung, verfügten über größere Staubbeutel und seien in der Lage, sich per "Anti-Tangle-Technology" selbst von herunterhängenden Quasten oder Teppichfransen zu befreien. Nutzer der neuen Roomba-Geräte müssen keine Bedienungsanleitung mehr lesen: Der Staubsauger-Roboter spricht dem Anwender vor, welche Dinge zu beachten sind und was das elektronische Helferlein im Haushalt so alles drauf hat.
Die Preise reichen von 300 US-Dollar (222 Euro) für das Modell Roomba 530 bis zu 400 US-Dollar (297 Euro) für den Roomba 570. Die Akku-Leistung ist für jeweils drei Stunden ausgelegt, danach fahren die Staubsauger-Roboter selbstständig zur Ladestation. Ab dem 535er-Modell ist zusätzlich eine Technik namens "Virtual Wall Lighthouses" eingebaut. Während beim 530er-Modell vom Anwender lediglich "virtuelle Mauern" in Form von Infrarotsendern errichtet werden können, die das Gerät als "bis-hierher-und-nicht-weiter-Grenze" interpretiert, nutzen die höherpreisigen Modelle Infrarotsignale auch zur Orientierung. Dazu werden kleine "Leuchttürme" in den zu reinigenden Räumen aufgestellt, an denen sich Roomba auf seinem Weg durch das Haus oder die Wohnung orientiert. Alle Geräte erkennen zudem, auf welchem Untergrund sie sich befinden (Hartboden, Teppichboden, Teppich) und stellen die Reinigungsleistungen entsprechend darauf ein.
Mit Haushaltsrobotern und der Entwicklung von militärischen Roboterlösungen wie dem PackBot erzielt die 1990 gegründete Firma iRobot inzwischen gute Umsätze. Im ersten Halbjahr 2007 stiegen die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 86,5 Millionen US-Dollar (64,2 Millionen Euro). Trotz bislang zwei Millionen verkaufter Roombas wirtschaftet das Unternehmen aber derzeit im roten Bereich: In den ersten sechs Monaten vergrößerte sich der Nettoverlust des seit 2003 börsennotierten Unternehmens gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,6 Millionen auf 10,3 Millionen US-Dollar (7,6 Millionen Euro). Andere autonom agierende Reinigungsgeräte von iRobot sind Scooba (Wisch-Roboter), Dirt Dog (Werkstattreinigung) und Verro (Swimmingpool-Reinigung). (pmz)