Plastik mit viel Durchsatz
Optische Polymerfasern werden auch für Privatanwender immer interessanter - dank hoher Bandbreite und großer Störfestigkeit.
Der neueste Schrei in der Heimvernetzung setzt auf Plastik: So genannte optischen Polymerfasern (polymer optical fibre, kurz POF) transportieren Daten als Lichtwellen.
Die Strippen werden zwar schon seit einigen Jahren in hochwertigen Stereoanlagen, Fabriken und Autos verwendet, die neue Einsatzart aber wird erst jetzt so richtig interessant: "Die Vernetzung von Privathäusern und Privatwohnungen, das ist die große Zukunft der optischen Polymerfasern", prophezeit Hans Poisel, Professor an der Fachhochschule Nürnberg und Leiter des POF Application Centers im Gespräch mit Technology Review.
Noch ist allerdings unklar, ob sich POF tatsächlich als Nachfolger der Standard-Ethernet-Vernetzung auf Kupferbasis durchsetzen kann - die Technik ist zwar günstiger als Glasfaser, aber noch meilenweit vom Billigprodukt entfernt. So verlangt etwa die deutsche Telekom für ihr entsprechendes "OptoLAN"-Kit über 100 Euro.
Siehe dazu in Technology Review online:
(bsc)