Boeing beim Bau der "virtuellen Mauer" nicht im Zeitplan
Ein Teilprojekt der elektronischen Grenzsicherung der USA ist nicht rechtzeitig fertig geworden. Nun hat Boeing die Leitung ausgewechselt.
Der US-Konzern Boeing hängt mit seinen Arbeiten für das Programm SBInet innerhalb der Secure Border Initiative (SBI) des US-Ministeriums für innere Sicherheit mehr als zwei Monate hinter dem Zeitplan. Das Wall Street Journal berichtet, das Unternehmen habe die Leitung des Projekts ausgewechselt. Dem bisherigen Leiter Jerry McElwee folge Daniel Korte.
Vor elf Monaten hatte ein von Boeing geführtes Konsortium von der US-Regierung den Auftrag erhalten, die insgesamt 9600 km langen Grenzen der USA zu Mexiko im Süden und zu Kanada im Norden über Grenzpatrouillen und Zäunen hinaus mit technischen Systemen – einer "virtuellen Mauer" – zu sichern. Mitte Juni hätte Boeing das 20 Millionen US-Dollar teure Projekt 28 fertig übergeben sollen, das unter anderem aus Computersystemen, Fahrzeugen und beweglichen, mit Kameras und Radar bestückten Türmen für den Sektor Tucson besteht. Boeing muss für die Kosten aufkommen, die durch die Verzögerung entstehen.
Ein Boeing-Sprecher sagte laut Wall Street Journal, die Verzögerungen entstünden durch die Beseitigung von Fehlern im System. Es sei anzunehmen, dass diese bei späteren Arbeiten nicht mehr auftauchen und der Zeitplan dann jeweils eingehalten werden könne. Boeing hatte den Zuschlag für den Auftrag bekommen, da die meisten Bestandteile des Systems bereits vorhanden und kommerziell oder in anderen Ländern eingesetzt werden. (anw)