eBay und Yahoo Japan arbeiten zusammen

Das Online-Auktionshaus eBay verschafft sich erneut den Zutritt zum japanischen Markt, nachdem man die eigene japanische Auktionsplattform 2002 wegen Erfolglosigkeit eingestellt hatte.

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Von
  • Jürgen Kuri

Nutzer des Internet-Portals Yahoo Japan, das auch die größte Internet-Auktionsplattform des Landes betreibt, sollen ab März 2008 auch bei eBay-Auktionen bieten können. Für amerikanische Anwender werde im Gegenzug auf eBay Mitte 2008 ein Portal eingerichtet, um über Yahoo Japan beispielsweise Manga-Comics, CDs und andere Artikel zu ersteigern. Durch den Zusammenschluss werden grenzübergreifende Ersteigerungen erleichtert und Synergieeffekte erzielt, heißt es bei den beiden Partnern.

Darüber hinaus haben eBay und Yahoo Japan eine gesonderte Webseite namens "Sekaimon" (Tor zur Welt) gestartet. Die vorerst in japanischer Sprache erscheinende Seite soll die auf eBay gelisteten Artikel ins Japanische übersetzen und den Nutzern Hilfestellung bei Bezahlung, Versand- und Zollbestimmungen geben. Einkünfte über Sekaimon werden geteilt, erklärten beide Partner, ohne jedoch Details zu nennen.

Damit erschließt sich für eBay erneut der Zugang zum japanischen Markt, nachdem sich das Unternehmen 2002 aus Japan zurückgezogen hatte. Mit seiner japanischen Dependance lag eBay auch zwei Jahre nach dem Start noch abgeschlagen auf Rang vier unter den Online-Auktionshäusern des Landes.

Auf den Online-Seiten der Yahoo-Tochter Yahoo Japan waren zuletzt mehr als 15 Millionen Auktionsgegenstände gelistet. Der weltweit führende Online-Auktionsmarktplatz eBay verzeichnete zuletzt knapp 248 Millionen registrierte Nutzer. Yahoo Japan gehört ungefähr zu einem Drittel dem US-Konzern Yahoo und zu 40 Prozent der japanischen Softbank. Der Rest ist in Streubesitz. In Japan legte der Online-Auktionsmarkt um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 36,4 Milliarden Dollar zu, während der amerikanische Online-Auktionsmarkt um 21 Prozent auf mehr als 172,7 Milliarden Dollar wuchs. (jk)