Bericht: Apple mit eigenem Vertrieb in Russland

Bislang verkauft das Unternehmen Rechner, Tablets und Smartphones ĂĽber Dritte. Inwieweit sich Apples Schritt auf die Preise in dem 143-Millionen-Staat auswirkt, bleibt abzuwarten.

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Apple plant einem Bericht der englischsprachigen Website The Moscow News zufolge einen Direktvertrieb in Russland. Bislang verkauft das Unternehmen seine Mac- und iPhone-Produkte in dem flächenmäßig größten Land der Erde über Partner wie Marvel, OSC oder diHouse, während das iPhone über die Mobilfunkanbieter MTS und Vimpelcom an die Kunden geht. Nur Marketingaktivitäten werden seit 2007 aus dem Land selbst gesteuert. Dies solle sich nun ändern. Apple habe dazu eine eigene Firma namens "Apple Rus" gegründet. Als Generaldirektor sei der örtliche Hausjurist des Unternehmens eingetragen.

Das Moskauer Nobelkaufhaus GUM könnte für Apple als Standort eines Retail Stores interessant sein.

(Bild: Josef F. Stuefer / Wikipedia / cc-by-sa 2.0)

Laut Quellen von The Moscow News könne ein Direktverkauf bereits 2013 starten. Es sei aber noch unklar, wann erste eigene Retail Stores eröffnet würden; auch lasse sich nicht sagen, ob die Preise dadurch sinken. Apple-Manager sollen im Frühjahr 2011 erstmals in Moskau nach möglichen immobilien für eigene Läden Ausschau gehalten haben. Russland ist nicht das einzige Land, in dem ein Direktvertrieb von Apple-Produkten fehlt. So arbeitete das US-Unternehmen etwa in Polen lange mit einem Distributor zusammen. Mittlerweile hat das Land immerhin einen eigenen Apple Online Store, der aber über Irland abgewickelt wird. (bsc)