Expressgründung für Web-2.0-Unternehmer
Technology Review im Interview mit Cem Basman, dem Initiator des ersten deutschen "StartupWeekend"– einer Veranstaltung mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden ein Unternehmen zu gründen.
Cem Basman bezeichnet sich selbst als "in der IT tätiger Serien-Unternehmer". Vor wenigen Wochen hat er das erste deutsche "StartupWeekend" organisiert, mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden ein Unternehmen zu gründen. Im Interview mit Technology Review (Ausgabe 12/07 seit dem 22. 11. am Kiosk oder portokostenfrei zu bestellen) berichtet Basman von seinen Erfahrungen.
Problematisch seien vor allem die Verständigungsschwierigkeiten zwischen Kaufleuten und Kreativen gewesen, "weil eben die Web-2.0-Leute, die innovativen, völlig anders denken und andere Charaktere sind. Wenn die einmal fließen, dann darf man sie nicht zu sehr analysieren", sagt Basman. "Wenn dann jemand aus der Economy 1.0 kommt, der eine andere Sprache spricht, dann gibt das leicht Missverständnisse."
Im Rahmen des ersten StartupWeekends wurde Edelbild.de gegründet – ein Online-Marktplatz für Bildbearbeitung. Der Dienst nimmt Fotos an, die nachbearbeitet werden müssen, stellt sie auf seiner Website ein und vermittelt sie so an registrierte freie Bildbearbeiter, die diese Bilder gegen Honorar herunterladen und bearbeiten. "Bereits an dem Wochenende haben sich als Bildbearbeiter rund 300 Leute angemeldet", sagt Basman.
Angst vor Ideenklau dürfe man allerdings nicht haben, wenn man an einer solchen Veranstaltung teilnehmen wolle, erklärt Basman: "Hast du eine Idee in der Schublade, ist es das Dümmste was du machen kannst. Eine Idee, die nicht umgesetzt, verwertet wird, ist tot. Um sie zum Leben zu erwecken, muss sie erzählt, an ihr gearbeitet werden". Das nächste StartupWeekend soll im April nächsten Jahres in Hamburg stattfinden. "Es wird keine Neuauflage sein. Sie können das nicht als Tournee machen", schränkt Basman aber ein. "Das verträgt das Konzept nicht."
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(wst)