T-Mobile will Kosten fĂĽr Callcenter senken

Der Mobilfunkanbieter sieht "Nachholbedarf bei der Arbeitsproduktivität". Morgen starten die Tarifverhandlungen für die rund 2500 Mitarbeiter im Kundenservice.

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  • dpa

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile will die Kosten seiner Callcenter senken. "Der Branchenvergleich zeigt, dass wir hinsichtlich der Arbeitsproduktivität noch Nachholbedarf haben", sagte der Geschäftsführer Kundenservice für T-Mobile Deutschland, Thomas Berlemann, heute in Bonn. Am Mittwoch starten die Tarifverhandlungen mit ver.di für die rund 2500 Mitarbeiter im Kundenservice der Telekom-Tochter.

Betroffen sind die Callcenter in Berlin, Erfurt, Leipzig sowie NĂĽrnberg, Hamburg, Hannover, MĂĽnchen, Dortmund und Bonn. Ein Stellenabbau oder die SchlieĂźung eines der neun Standorte sei nicht geplant, sagte ein Konzernsprecher. "Ziel ist, alle Callcenter weiter zu betreiben." Klar sei allerdings, dass die Personalkosten sinken mĂĽssten und die Mitarbeiter mehr Zeit mit der Beratung der ĂĽber 28 Millionen Mobilfunkkunden verbringen mĂĽssten. Denkbar sei etwa eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Nach Angaben von T-Mobile liegen die Kosten fĂĽr die Kundenbetreuung rund 30 Prozent ĂĽber den Niveau von Konkurrenten wie Vodafone.

Die Telekom hatte vor wenigen Tagen tiefe Einschnitte bei der Festnetzsparte T-Com angekündigt. Die Zahl der Callcenter von T-Com soll sich auf 51 halbieren. Betroffen sind unter anderem die Städte Duisburg, Angermünde, Cottbus, Erfurt und Halle. Ausgebaut werden sollen Standorte wie Berlin, Frankfurt (Oder), Dresden und Köln. Der Umbau ist Teil eines konzernweiten Sparpaketes, das den Weggang von 32.000 Mitarbeitern umfasst. Die Gespräche bei T-Mobile hingen nicht mit der Umstrukturierung bei T-Com zusammen, sagte der Konzernsprecher. (dpa) / (anw)