Wachstumsmarkt RFID-Software

Mit der zunehmenden Verbreitung von RFID-Chips im alltäglichen Leben wittern auf die Technik spezialierte Unternehmen sowie alteingesessene IT-Konzerne gute Markchancen.

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Einer Studie (PDF-Datei) des US-amerikanischen Marktforschers Venture Development zufolge wird sich der Markt für Software, die RFID-Daten verarbeitet, bis 2010 mehr als verfünffachen. Zu ähnlichen Erkenntnissen war im August auch schon das Konkurrenz-Unternehmen Abiresearch gekommen.

Die Technik, die Gegenstände wie Chipstüten, Mülltonnen oder auch Reisepässe mit einer eigenen digitalen "Identität" versieht, gerät dabei zunehmend ins Visier von großen Konzernen wie Microsoft, IBM, SAP, Oracle und HP. Venture Development sagt nun voraus, dass der RFID-Softwaremarkt von 24 Millionen US-Dollar im Jahr 2005 jährlich um 50 Prozent auf rund 190 Millionen US-Dollar zunehmen wird. Auf Unternehmen, die Software für die RFID-Datenauswertung entwickeln, kämen harte Konkurrenzsituationen zu. Im Zuge des Wachstums seien deshalb in den nächsten drei bis fünf Jahren laut der Studie auch Zusammenschlüsse und Übernahmen zu erwarten. Noch im September schluckte der Mobilfunk-Riese Motorola den RFID-Spezialisten Symbol Technologies.

Nach wie vor ist der kleine Funk-Chip als Strichcode-Nachfolger nicht unumstritten. Während ihn die Bundesregierung für den Masseneinsatz auf Großveranstaltungen wie der vergangenen Fußball-WM für geeignet hält, fordert der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, kurzfristig verbindliche Regelungen für den RFID-Einsatz sowie einen Verhaltenskodex für die Wirtschaft. (akl)