LG.Philips LCD stellt sich auf schwierige Zeiten ein

Der koreanische LCD-Hersteller kommt nicht aus den roten Zahlen und will weiter Kosten senken.

vorlesen Druckansicht 31 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Das Joint Venture LG.Philips LCD kommt wie erwartet nicht aus den roten Zahlen. Nach dem drastischen Einbruch im zweiten Quartal müssen die Koreaner trotz gestiegener Umsätze auch für den dritten Jahresabschnitt einen Verlust von 321 Milliarden Won (267 Millionen Euro) ausweisen. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch 227 Milliarden Won (189 Millionen Euro) verdient. Der Umsatz zog im Jahresvergleich leicht um ein Prozent auf 2,77 Billionen Won (2,31 Milliarden Euro) an, legte allerdings im Vergleich mit dem zweiten Quartal saisonbedingt um 20 Prozent zu.

Der LCD-Hersteller macht sinkende Panelpreise und steigende Lagerkosten für das stagnierende Ergebnis verantwortlich. "Das Geschäft lief nicht auf dem erwarteten Niveau", erklärte CEO Bon Joon Koo, der Preisverfall bei LCD-Fernsehern sei höher ausgefallen als erwartet. Koo erwartet nun ein "schwieriges erstes Halbjahr 2007". Von einer Erholung im vierten Quartal, auf das sich zuletzt die Hoffnungen konzentriert hatten, ist trotz des nach wie vor erwarteten Anstiegs bei den Verkäufen keine Rede mehr.

LG.Philips will den sinkenden Marktpreisen mit verstärkter Kostenkontrolle begegnen. Im abgelaufenen Quartal habe das Unternehmen die Kosten pro Quadratmeter Panel bereits um 12 Prozent senken können, erklärte Finanzchef Ron Wirahadiraksa, damit den Preisverfall bei TV-Geräten aber nicht kompensieren können. LG.Philips LCD glaubt, mit dem Abbau der Lagerbestände, fortgesetzer Kostenreduzierung und anderen Maßnahmen auf dem richtigen Weg zu sein. Dazu gehört auch die angekündigte Partnerschaft mit Toshiba, gemeinsam in Polen LCD-Panel zu produzieren. (vbr)