Künstliche Intelligenz fürs Büro
25 Universitäten und Firmen arbeiten beim "CALO"-Projekt an Software, die vom Nutzer lernen kann.
Die US-Militärforschungsbehörde DARPA führt ein Großprojekt in der Künstlichen Intelligenz (KI) durch, das geschäftlich genutzten Rechnersystemen helfen soll, die Absichten ihrer menschlichen Nutzer besser zu verstehen. Das vom Forschungsinstitut SRI International koordinierte Vorhaben namens CALO ("Cognitive Agent that Learns and Organizes") versammelt Forscher aus insgesamt 25 Universitäten und Unternehmen, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Abgedeckte Bereiche sind das maschinelle Lernen, die Verarbeitung natürlicher Sprache und das semantische Web.
Adam Cheyer, Programmdirektor des KI-Zentrums am SRI, erläutert, dass CALO die Nutzer auf drei verschiedene Arten unterstützen werde: Es soll helfen, Daten über wichtige Personen und Projekte zu managen, Informationen aus Meetings per Spracherkennung verstehen und aufnehmen sowie Routineaufgaben erlernen und automatisieren zu können. Beispielsweise kann CALO aus E-Mail-Mustern ableiten, welche Menschen und aktuellen Vorhaben wichtig für das Arbeitsleben des Users sind. Es kann diese Informationen aber auch kategorisieren und nach Wichtigkeit sortieren – basierend auf der Quelle der Daten und der Projekte, mit denen sie in Verbindung stehen.
Das Hauptziel von CALO ist die Schaffung einer Software, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz ganz praktisch als persönlicher Assistent eines modernen Büroarbeiters dienen kann. "Der große Unterschied zu allem, was vorher gemacht wurde, ist der integrierte Ansatz, der all diese Technologien und Fähigkeiten in ein einzelnes System holt", sagt SRI-Mann Cheyer. Man benötige ein System dieser Größe, um die zahlreichen Informationen zu verstehen und zu organisieren, die auf die Nutzer einströmten. Mindestens vier Jahre soll an CALO noch geforscht werden.
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(bsc)