Plug-in-Sammlung für Bildbearbeiter

onOne Software hat für Ende Oktober die Perfect Photo Suite 7 angekündigt. Sie umfasst sieben Programme, die als Plug-ins in Photoshop, Lightroom und Aperture oder als Standalone-Anwendung laufen.

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Im Oktober will onOne Software die siebte Version der Perfect Photo Suite veröffentlichen. Die Suite besteht aus sieben Bildbearbeitungs-Plug-ins für Photoshop, Aperture und Lightroom, darunter das neue Programm Perfect B&W 1 sowie die neuen Versionen Perfect Portrait 2, Perfect Layers 3, Perfect Effects 4 und Perfect Resize 7.5 Pro. Perfect Mask 5 und FocalPoint 2 liefert onOne wie gehabt aus, das Programm PhotoFrame fällt zugunsten von Perfect B&W weg.

Alle Produkte sollen für Windows und Mac OS X erscheinen. Pro Lizenz lassen sie sich auf zwei Geräten installieren. Die Programme kosten einzeln 99 US-Dollar, Perfect Layers ist kostenlos, Perfect Resize kostet 199 US-Dollar. Die gesamte Suite ist für 299 US-Dollar zu haben.

Der Neuzugang Perfect B&W erweitert die Plug-in-Sammlung von onOne um ein Produkt zur Schwarzweißumsetzung, wie es der Konkurrent Nik Software mit Silver Efex Pro schon eine Weile besitzt. Perfect B&W 1 enthält Voreinstellungen für Schwarzweißbilder mit Namen wie Ansel, Antique oder Bogart. Der Palettenbereich am rechten Bildrand stellt Dialoge für Gradationskurven, Glühen, realistisches Filmkorn, Tonung, Vignettierung und Farbfiltersimulation bereit. Allerdings lassen sich Bildbereiche auch selektiv bearbeiten. Mit dem Targeted-Brightness-Pinsel kann man direkt ins Bild klicken, die Maus nach links oder rechts ziehen und damit den ausgewählten Tonwertbereich bearbeiten. Ein Detailpinsel dient zum Verstärken von Details durch lokale Kontrasterhöhung.

Die vierte Version von Perfect Effects hat neue Einstellungen erhalten, die sich nun auf etwa 300 Effekte summieren. Zur besseren Übersicht hat onOne die Effekte in Kategorien sortiert. Häufig verwendete Voreinstellungen lassen sich im Favoritenbereich ablegen, für eigene Einstellungen steht das Menü "My Presets" bereit. Jeder Effekt hat unterschiedliche Eigenschaften, auf die der Anwender Einfluss nehmen kann, etwa Gradationskurven oder Regler für Helligkeit, Übergang und Stärke. Mehrere Effekte lassen sich in Ebenen übereinanderstapeln und mithilfe von Maske überblenden. Mit intelligenten Maskierungs-Tools ähnlich der U-Points aus den Plug-ins von Nik Software lassen sich Bildbereiche nun gezielt ausnehmen.

Perfect Portrait 2 ist mit Gesichtserkennung ausgestattet, die automatisch Marker auf Augen und Mund setzt. Für Hautretusche, Farbkorrektur und die Bearbeitung von Mund & Augen gibt es eigene Bereiche, die an die jeweiligen Aufgaben angepasst sind. So kann man in einem Bereich die Haut weichzeichnen, deren Glanz retuschieren und Unreinheiten korrigieren sowie in einem anderen das Weiß in Augen und Zähnen hervorholen. Außerdem stehen Voreinstellungen für Frauen, Männer, Kinder und Gruppen bereit.

Das kostenlose Perfect Layers 3 kombiniert mehrere Fotos in Ebenen und macht für den Lightroom- oder Aperture-Nutzer zumindest bei einfachen Aufgaben Photoshop obsolet. So lassen sich die Einzelfotos aus Belichtungsreihen miteinander kombinieren und mithilfe von Masken verblenden. Neu ist der integrierte Datei-Browser und eine Suchfunktion zur leichteren Dateiverwaltung. Außerdem unterstützt das Programm nun PNG.

Perfect Resize 7.5 Pro, ehemals bekannt als Genuine Fractals, enthält neue Voreinstellungen, die die Arbeit erleichtern sollen und neue Algorithmen zum Skalieren.

Die übrigen Produkte wurden nicht geändert. Das Freistell-Tool Perfect Mask 5 analysiert das Bild und findet Kanten automatisch. Mit dem Magic Brush lassen sich teiltransparente Bereiche mit einem Pinselstrich freistellen. Der Meißel dient zum Säubern von Farbsäumen rund um die Auswahl. Im Background-Browser lassen sich Hintergründe organisieren und auswählen. Über die Ebenenpalette kann man die Hintergründe direkt im Plug-in einsetzen, bevor man das Bild wieder an Lightroom übergibt.

Mit FocalPoint 2 lässt sich Schärfe und Unschärfe kontrollieren. Etliche Objektivprofile stehen dafür zur Auswahl. Die Schärfenebene kann man direkt im Bild anhand einer Wireframe-Ebene im Bild verschieben und kippen. Damit simuliert FocalPoint den Look teurer Tilt-Shift-Objektive. Mit dem FocusBrush kann man den Fokus selektiv wieder ins Bild malen. (akr)