Schlanke Projektionsfernseher bei JVC
Mit einem knapp 30 Zentimeter tiefen Projektionsfernseher bringt JVC groĂźes Kino auch in kleine Wohnzimmer.
In Halle 7.2c möchte JVC das Messepublikum für Rückprojektionsfernseher begeistern, die bislang in Europa ein Nischendasein fristen. Am Stand 101 zeigt JVC zwei Rückpros im XXL-Format: Der HD-65DS8 bringt es auf eine Bildschirmdiagonale von 65 Zoll (165 cm) Etwas kleiner fällt der HD-58DS8 mit einer Diagonalen von 58 Zoll (147 cm) aus.
Im Inneren der Projektionsfernseher kommt Beamer-Technik zum Einsatz, die die Bilder von hinten auf den Schirm wirft. JVC verwendet beim HD-65DS8 und dem HD-58DS8 die LCoS (Liquid Crystal on Silicon), nennt das jedoch D-ILA. Aufgrund der Projektionstechnik benötigen LCoS-Fernseher eine deutlich größere Gehäusetiefe als Plasma- oder LCD-TVs. Die Geräte von JVC fallen indes mit einer Tiefe von knapp 30 beziehungsweise 27 Zentimetern vergleichsweise flach aus. Dank des ebenfalls sehr schmalen Display-Rahmens von gerade einmal einem Zentimeter Breite stellt sich auf den beiden LCoS-Fernsehern schnell Kino-Feeling ein.
Als weitere Vorteile nennt der Hersteller einen Kontrastumfang von 10.000:1 und einen deutlich geringeren Stromverbrauch als bei LCDs und PDPs. Am JVC-Stand wacht ein Stromzähler über den aktuellen Verbrauch eines der Mammut-TVs – und zeigte während unserer Besichtigung akzeptable Werte von 220 Watt am.
In Sachen Winkelabhängigkeit können Rückpro-Fernseher von JVC allerdings nicht mit modernen LCD- und Plasma-Fernsehern mithalten. Von der Seite betrachtet erscheint das Bild auf den Full-HD-tauglichen Geräten schnell düster. Die helle Messebeleuchtung machte den LCoS-Fernsehern zu schaffen: Wer leicht von der Seite auf den Schirm schaut, kann Spiegelungen der Deckenbeleuchtung erkennen.
Beide Geräte bietet JVC mit einem Wohnzimmer-Rack an. Der 58-Zöller soll 4300 Euro kosten, das 65"-Modell 5500 Euro. Den HD-58DS8 bietet JVC auch ohne Rack zum Preis von 3500 Euro an. (spo/c't) / (vza)