IFA

Surfbrett für unterwegs

Mit dem Pocketsurfer 2 will Datawind das Internet auf mobile Geräte bringen und setzt dabei auf bekannte Konzepte.

vorlesen Druckansicht 37 Kommentare lesen
Lesezeit: 3 Min.
Von

Pocketsurfer 2: Schmalspurübertragung für den Bildschirm im Breitformat

Das kanadische Unternehmen Datawind, Hersteller drahtloser Web-Zugangsprodukte, stellt zur IFA das mobile Surfgerät Pocketsurfer 2 vor. Das 152 mm × 75 mm × 15 mm große Kästchen wiegt 174 Gramm und ermöglicht einen mobilen Internet-Zugang auf dem 640 × 240 Pixel großen Bildschirm. Im Preis von 250 Euro sollen die Gebühren für die Datenübertragung im ersten Jahr der Benutzung enthalten sein, für die Folgejahre fällt laut Hersteller eine Pauschale von 45 Euro pro Jahr an.

Einen echten Internet-Zugang bietet das Gerät jedoch nicht: Alle Daten laufen über den Datawind-Server, der unter anderem die Bilder verkleinert und stärker komprimiert, um Übertragungszeit zu sparen. Das Konzept ist von anderen Geräten, etwa T-Mobiles Sidekick oder Pocket Web von 1 & 1, bereits bekannt. Statt via UMTS oder zumindest EDGE verbindet sich der Pocketsurfer 2 lediglich über den veralteten Datendienst GPRS mit dem Internet. Dennoch verspricht der Anbieter, dass Webseiten innerhalb von fünf Sekunden aufgebaut sein sollen – zumindest mit der nicht gerade grafiklastigen Startseite von heise online konnten wir dies auf dem Stand des Herstellers in Halle 4.2/225 nachvollziehen.

Der Pocketsurfer 2 wird bisher in Kanada und Großbritannien angeboten. In Deutschland soll er laut der Produktmanagerin des Unternehmens im Oktober auf den Markt kommen, als Partner nannte sie Vodafone. Ebenso wie in Großbritannien beinhaltet der vermeintliche Pauschalpreis auch hierzulande keine unbeschränkte Internet-Nutzung: Lediglich 30 Stunden pro Monat können Kunden auf das mobile Internet zugreifen, ein wirklich pauschaler Zugang soll 10 Euro Aufpreis pro Monat kosten.

Eine Akkuladung soll für eine Betriebsdauer von fünf Stunden genügen, die Standby-Zeit gibt der Hersteller mit 30 Tagen an. Bedient wird das Gerät über eine QWERTZ-Tastatur und eine Mausemulation. Weitere technische Details zum Pocketsurfer 2 wollte das Unternehmen noch nicht bekannt geben. Auch ist derzeit noch nicht bekannt, ob sich das Gerät zumindest per Voice over IP zum Telefonieren eignet.

Zwar kann man das Gerät über den Online-Shop des Unternehmens schon bestellen, doch scheint das deutsche Bestellformular mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein: So kann man Deutschland noch gar nicht als Lieferadresse auswählen, zudem wirken einige Felder wie mit Babelfish übersetzt. So erschließt sich das Feld "nein. von den Maßeinheiten" erst, wenn man die englische Bestellseite aufruft: Hier soll man die Anzahl der bestellten Einheiten eingeben. (ll)