Vodafone-Beschäftigte protestieren gegen Jobverlegungen
Die Arbeitnehmer fürchten, dass mit den Jobverlegungen das Ende der Fahnenstange nicht erreicht ist: "Zur Disposition stehen 900 Arbeitsplätze", meint die zuständige Gewerkschaft.
Rund 300 Beschäftigte des Telekommunikationsunternehmens Vodafone haben in Eschborn gegen die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Das Unternehmen wolle bis April 2013 rund 350 Arbeitsplätze nach Düsseldorf verlagern, erklärte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG vor einer Betriebsversammlung am früheren Arcor-Standort.
Allerdings fürchteten die Arbeitnehmer, dass damit das Ende der Fahnenstange nicht erreicht ist: "Zur Disposition stehen 900 Arbeitsplätze", betonte die EVG. Demnach könnten Teile der IT und der technischen Kundenbetreuung in Eschborn abgebaut werden, auch eine Verlagerung von Netzüberwachungsaufgaben sei denkbar.
Der Standort Eschborn war 2008 mit der kompletten Übernahme des Festnetzanbieters Arcor zu Vodafone gekommen. Das übernommene Unternehmen hatte damals rund 3700 Beschäftigte und ist aus einer früheren Bahntochter entstanden, so dass die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG für die Vertretung der Arbeitnehmer zuständig blieb. (jk)