Nokia baut Stellen in den Sparten Networks und Solutions ab
Im Rahmen einer "Neubalancierung" will Nokia in seinem Heimatland 200 Beschäftigte bei Networks in andere Unternehmensbereiche versetzen und 90 Mitarbeitern bei Enterprise Solutions Abfindungen anbieten.
Der finnische Telecom-Ausrüster und Weltmarktführer unter den Handy-Herstellern Nokia will seine Beschäftigtenstruktur in Finnland neu "balancieren". Mit Blick auf den beständigen Wandel, der die Kommunikationsbranche kennzeichne, will Nokia rund 200 Beschäftigte aus seiner Sparte Networks abziehen. Dabei gibt sich der Konzern optimistisch, dass die Mehrheit dieser Mitarbeiter in anderen Unternehmensbereichen weiterbeschäftigt werden kann. Darüber hinaus gab Nokia heute bekannt, die finnische "Enterprise Solutions Business Group" mit Blick auf die Nachfragesituation zu verkleinern und rund 90 dort Beschäftigten freiwillige Abfindungen oder – wo möglich – Versetzungen innerhalb des Unternehmens anzubieten.
Die Netzwerk-Abteilung, die Infrastruktur für Mobilfunkbetreiber liefert, kann in der Umsatz- und Gewinnentwicklung seit längerem nicht mit der Dynamik der Handysparte mithalten, obwohl auch jene inzwischen rückläufige Handy-Preise verkraften muss. Der Nokia-Bereich Enterprise Solutions für Firmenkunden legte Mitte 2005 beim Umsatz zwar zu, doch blieb die Abteilung als einzige ein Verlustbringer im finnischen Konzern.
Im Verlauf des vergangenen Jahres stellte Nokia in Finnland rund 1500 neue Mitarbeiter ein und beschäftigte Ende 2005 23.485 Personen – rund 8000 von ihnen wechselten im Verlauf des Jahres ihre Position im Unternehmen. Weltweit beschäftigten die Finnen zum Jahresende 58.874 Menschen. (ssu)