Skype-Konkurrent will E-Mail mit Telefonie verknüpfen

Yoomba bietet Dienste-Integration bei Google Mail, Hotmail und Yahoo Mail.

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Israelische Start-ups haben schon mehrfach in der Geschichte des Netzes die Kommunikationswege im Internet (mit) revolutioniert: Man erinnere sich nur an Vocaltec mit seinem Internet Phone, der dem Voice-over-IP-Phänomen um mehrere Jahre zuvorkam – oder an den Chat-Anbieter ICQ (heute Teil von AOL), der Instant Messaging Ende der 90er-Jahre erst richtig populär machte.

In die Fußstapfen dieser weltberühmten Vorbilder will nun auch eine Neugründung namens Yoomba treten. Das in Tel Aviv gegründete Unternehmen, das im amerikanischen Silicon Valley einen zweiten Hauptsitz hat, kombiniert mehrere Online-Kommunikationsmethoden, um die Erreichbarkeit seiner Nutzer zu erhöhen.

Yoomba setzt unter dem Motto "Calling all emails" auf bestehende E-Mail-Adressen, über die die Mitglieder auch per Sprache sowie Instant Messaging erreichbar werden. Dazu müssen die Gesprächspartner eine aktuell nur für Windows vorliegende Client-Software installieren, Gespräche werden dann wie beim großen Konkurrenten Skype im Peer-to-Peer-Verfahren vermittelt. Die Integration von Yoomba ist recht clever gelöst: Die Software bindet sich auch in Webmail-Dienste wie Google Mail, Hotmail oder Yahoo Mail ein.

In seiner noch jungen Geschichte musste Yoomba allerdings auch schon Kritik einstecken: Eine Einladungsfunktion, mit der man die Empfänger in seinem E-Mail-Adressbuch zur Nutzung des Dienstes animieren kann, ließ sich allzu einfach auslösen. Das Unternehmen gelobte allerdings Besserung und eine Warnung bei der Funktion.

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(bsc)