Alcatel-Lucent enttäuscht mit trübem Quartalsausblick
Der Netzwerkausrüster erwartet für das erste Quartal einen auf 3,9 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz und einen Betriebsverlust von 260 Millionen Euro.
Der frisch fusionierte Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent hat die Erwartungen der Analysten an das erste Quartal des Geschäftsjahres enttäuscht. Nach am gestrigen Dienstag bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen hat das Unternehmen etwa 3,9 Milliarden Euro umgesetzt und damit einen operativen Verlust von 260 Millionen Euro verbucht. Das Ergebnis sei von den gleichen Faktoren beeinflusst, die schon das vorangegangene Quartal belastet hätten, teilte das Unternehmen mit. Die Umsätze im Kerngeschäft mit klassischen Telekommunikationsnetzwerken sänken, weil Kunden zunehmend auf IP-Netze umsteigen. Zudem würden strategische Investitionen in neue Techniken das Ergebnis belasten.
Vier Monate nach Abschluss der Fusion sieht CEO Patricia Russo das Unternehmen auf dem richtigen Weg. Rund 1900 oder 15 Prozent der im Rahmen eines Sparprogramms beschlossenen 12.500 Arbeitsplätze seien im ersten Quartal abgebaut worden. Darüber hinaus wies Russo auf den Milliarden-Auftrag von Verizon Wireless und andere neue Aufträge hin. Alcatel-Lucent wird auch den Netzbetrieb für den deutschen Mobilfunkanbieter E-Plus übernehmen. Weitere Einzelheiten und eine Prognose für das Gesamtjahr will Alcatel-Lucent mit den endgültigen Quartalszahlen am 11. Mai bekannt geben. (vbr)