Fujitsu Siemens beklagt Preisverfall
Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres schloss der Konzern mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro ab, der Vorsteuergewinn sackte jedoch auf 4 Millionen Euro zusammen.
Fujitsu Siemens Computers (FSC) konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (April bis September) den Umsatz erstmals auf über 3 Milliarden Euro steigern. Beim Vorsteuergewinn muss der Konzern jedoch einen deutlichen Einbruch gegenüber der Vorjahresperiode hinnehmen. Statt 27 Millionen bleiben FSC diesmal lediglich 4 Millionen Euro Gewinn vor Steuern.
CEO Bernd Bischoff sieht die Geschäftszahlen vor allem durch Probleme im Hardware-Geschäft belastet. Sinkende Verkaufspreise und Margen setzen dem Hersteller zu. Zusätzlich sei FSC durch hohe Lagerbestände aus dem Weihnachtsgeschäft des vergangenen Jahres und die Umstellungen im Zusammenhang mit der Einführung der RoHS-Richtline belastet worden.
Um langfristig die Profitabilität sicherzustellen, sind weitere Einsparungen und Umstrukturierungen im Konzern geplant, die bis März 2007 in der Vertriebsregion EMEA umgesetzt werden sollen. Dabei sind auch Entlassungen und andere Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig verstärkt FSC seine Marktaktivitäten beispielsweise in Osteuropa, wo die Umsätze im Produktvertrieb um 34 Prozent gesteigert werden konnten.
Die Integration des neuen Servicegeschäfts, das FSC von Siemens Business Services (SBS) übernommen hatte, schreite rasch und erfolgreich voran. Der Konzern habe dadurch von Synergien profitieren und Neukunden gewinnen können, vermeldet Bischoff. Die Neuausrichtung des Vertriebs, insbesondere im Bereich der IT-Infrastrukturangebote, versetze FSC künftig in die Lage, Kunden mit Rechenzentren rundum zu betreuen. (map)