Wenig Interesse an Weiterbildungsförderung
Ein Programm, mit dem die Bundesagentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung älterer und gering qualifizierter Beschäftigter fördert, ist bisher weitgehend unbekannt geblieben.
Die Instrumente eines Programms, mit dem die Bundesagentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung älterer und gering qualifizierter Beschäftigter fördert (WeGebAU), haben bisher wenig Anklang gefunden. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach weiß nur knapp die Hälfte aller Betriebe überhaupt etwas von den Möglichkeiten, und nur ein Achtel hat die Beihilfen bisher in Anspruch genommen. Insbesondere kleine Betriebe nutzen das WeGebAU-Programm kaum.
Gut die Hälfte der Betriebe, die Erfahrung mit den geförderten Weiterbildungen haben, berichtete von positiven Ergebnissen, etwa ein Drittel urteilte neutral, und nur sechs Prozent kamen zu einer negativen Bewertung. Über drei Viertel der Betriebe, die das Programm kannten und nicht nutzten, gaben an, dass für die geförderte Weiterbildung kein betrieblicher Bedarf bestehe. Ein knappes Fünftel klagte, es sei schwierig, die Mitarbeiter für die Zeit der Weiterbildung freizustellen. Nur rund jeder zehnte Betrieb verwies auf ein mangelndes Weiterbildungsinteresse der Arbeitnehmer. Hohe Kosten oder ein großer Verwaltungsaufwand setzten nach Einschätzung der Betriebe ebenfalls keine größeren Hindernisse für die Nutzung der Förderinstrumente.
WeGebAU fördert Maßnahmen in Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten durch Lohnzuschüsse und beteiligt sich an den Sozialversicherungsbeiträgen, wenn Arbeitnehmer, die mindestens 45 Jahre alt sind, eine Weiterbildung erhalten. Die Arbeitsagentur erstattet darüber hinaus Lehrgangsgebühren und schießt bei den Fahrt- und Unterbringungskosten zu. (fm)