Linux-Treiber für Fibre Channel over Ethernet
Intel hat die Quelltexte seines Linux-Treibers für Fibre Channel over Ethernet unter der GPL freigegeben.
Im Wettkampf der Speichernetz-Systeme steht iSCSI gegenüber Fibre Channel (FC) oft als billiger da, weil es auf Ethernet als Transportmedium setzt. Denn so lässt es sich als Treiber im Betriebssystem implementieren und kostspielige Hostadapter, die das Protokoll selbst abwickeln, entfallen. Das FC-Lager hat inzwischen mit Fibre Channel over Ethernet (FCoE, FC-BaseT) nachgezogen. Der neue Standard wurde im April eingereicht und soll 2008 verabschiedet werden.
Am 9. Oktober hatte Intel auf einer Veranstaltung der Fibre Channel Industry Association angekündigt, einen Linux-Treiber als Open-Source-Projekt zur Verfügung zu stellen. Bereits am 25. November machte der Konzern sein Versprechen wahr und veröffentlichte Open FCoE – allerdings ohne das geringste Aufhebens davon zu machen, ein eher ungewöhnliches Vorgehen für einen Konzern aus der IT-Branche, die sonst jede Kleinigkeit als Quantensprung feiert. Mittlerweile aber scheint Intel das als Fehler erkannt zu haben; möglicherweise interessierte sich ja bislang niemand für die Site mit dem Sourcecode. Nunmehr jedenfalls rührt der Prozessorbäcker die Werbetrommel für seine eigene Initiative. (je)