E-Plus hat über 10,7 Millionen Kunden
Mit 624.000 Neukunden im vierten Quartal 2005 liegen die Düsseldorfer deutlich hinter ihrem direkten Wettbewerber O2 Germany. E-Plus setzt anstelle von Handy-Subventionen auf seine Discount-Marken, die sich als "vielversprechend" erweisen.
Ende 2005 waren beim Mobilnetzbetreiber E-Plus über 10,7 Millionen Kunden registriert, Ende 2004 waren es 9,5 Millionen. Mit einem Zuwachs von 624.000 Neukunden im vierten Quartal 2005 liegen die Düsseldorfer allerdings deutlich hinter dem direkten Wettbewerber O2 Germany, der für das Weihnachtsquartal mit 823.000 neuen Kunden einen Rekordzuwachs gemeldet hatte. Bei E-Plus heißt es, man wolle sich auf "profitables Wachstum" konzentrieren, was die Kürzung von Endgerätesubventionen und Händlerprovisionen einschließt. Stattdessen will E-Plus über seine Zweitmarken Simyo, BASE und Ay Yildiz profitable Kundenkreise gezielt ansprechen.
Nach Einschätzung von Stan Miller, Chief Executive Officer der internationalen Mobilfunkaktivitäten der niederländischen E-Plus-Muttergesellschaft KPN, zeichnen sich die Zweitmarken durch eine "höhere Nutzung und höhere Durchschnittsumsätze" aus. Konkrete Kundenzahlen der einzelnen Untermarken, deren Entwicklung Miller als "vielversprechend" beschrieb, sind weiterhin weder von E-Plus noch von KPN zu erfahren. Beim Mutterkonzern, der heute gleichfalls seine Ergebnisse für 2005 bekannt gab, heißt es lediglich, dass Simyo die am schnellsten wachsende Zweitmarke von E-Plus ist.
Bezogen auf die gesamte Kundschaft von E-Plus sank der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) im Jahresvergleich allerdings von 22 Euro je Monat im Jahr 2004 auf 21 Euro pro Monat während des Jahrs 2005. Bei Vertragskunden fällt der ARPU im Jahresvergleich 2004/2005 von 38 auf 35 Euro im Monat, im Prepaid-Segment von sieben auf sechs Euro je Monat. Den Umsatz aus Mobilfunk-Dienstleistungen konnte E-Plus im vierten Quartal 2005 um 26 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum auf 629 Millionen Euro steigern, der operative Umsatz im vierten Quartal 2005 kletterte um sieben Prozent auf 755 Millionen Euro. Allerdings sank das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im Gesamtjahr 2005 auf 673 Millionen Euro von 700 Millionen ein Jahr zuvor. (ssu)