Minirechner für kleines Geld
IT-Aktivisten aus Großbritannien haben einen extrem kompakten Linux-Computer für Bastler entwickelt.
IT-Aktivisten aus Großbritannien haben einen extrem kompakten Linux-Computer für Bastler entwickelt.
Der Raspberry Pi ist das ultimative Spielzeug für Computerbastler: Der Kleinstcomputer, von britischen IT-Aktivisten entwickelt, ist ab 30 Euro zuhaben und enthält auf einer einzigen Platine alles, was man braucht: Hauptprozessor, Grafikchip, RAM-Speicher und Anschlüsse für Peripheriegeräte, Netzwerk und Bildschirm. Daten werden auf einer SD-Karte abgelegt, für die ein Einsteckschacht vorhanden ist. Eine Festplatte fehlt.
Im Mai 2012 kamen die ersten 10.000 Stück auf den Markt. Obwohl das Gerät einiges an technischem Sachverstand verlangt, war es kaum zu bekommen. Nun gibt es eine neue Charge und die Hoffnung, denComputer bis Weihnachten zu erhalten. Bis Ende 2012 will das Raspberry Pi Project fast eine halbe Million Geräte produzieren. Bastler nutzten den Raspberry Pi als Medienzentrale für das Wohnzimmer oder als Steuerrechner für die Heimautomation. Kinder können das System einsetzen, um kostengünstig das Programmieren zu lernen.
Dass der Mini-Computer mehr als ein Spielzeug ist, haben Forscher der University of Southampton gezeigt. Sie koppelten 64 derGeräte zu einem kleinen Supercomputer. Das Gesamtsystem kostete inklusive Netzwerk-Hardware und Speichermedien knapp 3000 Euro, ein Spottpreis für eine solche Maschine. Das Gehäuse stammte vom Sohn des ProjektleitersProfessor Simon Cox – es wurde aus Legosteinen gebaut.
Produkt: Raspberry Pi
Hersteller: Raspberry Pi Project
Preis: rund 30 Euro
(bsc)