Erster Release Candidate des MPlayer erschienen

Die Entwickler des MPlayer bedanken sich ausdrücklich bei Googles "Summer of Code"-Projekt: Die MPlayer zu Grunde liegende FFmpeg-Bibliothek unterstützt nunmehr Kompressionsformate direkt, muss also nicht auf Windows-Codecs zurückgreifen.

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Das MPlayer-Release-Team hat Version 1.0rc1 ihres plattformübergreifenden Mediaplayers veröffentlicht. Die Entwickler des ursprünglich aus der Linux-Welt stammenden MPlayer bedanken sich ausdrücklich bei Googles "Summer of Code"-Projekt. Dank dem "Summer of Code" unterstützt die MPlayer zu Grunde liegende FFmpeg-Bibliothek nun mehr Kompressionsformate direkt, muss also nicht auf Windows-Codecs zurückgreifen. Unter anderem unterstützt MPlayer 1.0rc1 VC-1, On2 VP5 und VP62. Letzteres wird beispielsweise für neuere Flash-Videos (Flash Video 2, ab Flash 8) eingesetzt. Die Decoder für MPEG-4 AVC (H.264) und Ogg Vorbis sollen nun deutlich schneller arbeiten Zudem kann man nun eine Intel-Mac-Version kompilieren; die grafische Bedienoberfläche der Windows-Version wurde außerdem verbessert.

Der Release Candidate verzichtet aus Sicherheitsgründen beim Start auf das Einlesen dateispezifischer Konfigurationsdateien, die im gleichen Verzeichnis wie die abzuspielende Datei liegen. Wer sich an die Konfigurationsdatei gewöhnt hat, der kann sie weiterhin nutzen, indem er explizit den Parameter -use-filedir-conf angibt. Weitere Details zu den Änderungen finden sich auf der MPlayer-Homepage.

Zur Unterstützung der (noch) nicht in MPlayer implementierten Codecs bieten die Entwickler weiterhin ein Binärpaket mit den nötigen Windows-DLLs an; gegenüber der letzten Vorabversion 1.0pre8 sind keine neuen Codecs hinzugekommen, das Paket muss also nicht erneut heruntergeladen werden. Quellcode und Binärversionen für verschiedenen Plattformen gibt es auf den Download-Seiten des MPlayer-Propjekts. (vza)