Apple Australien soll Steuern nachzahlen
28,5 Millionen australische Dollar werden laut einem Medienbericht fällig. Im Vergleich zum Umsatz fällt die Gesamtsumme jedoch recht gering aus.
Apple Australien soll insgesamt 28,5 Millionen australische Dollar (23,1 Millionen Euro) an Steuern nachzahlen. Wie der Sydney Morning Herald berichtet, soll die Summe schon im vergangenen April angefallen sein, gehe aus Dokumenten an die australische Firmenaufsicht hervor. Insgesamt zahlt Apple damit für das am 24. September 2011 zu Ende gegangene Fiskaljahr 94,7 Millionen australische Dollar, was fast 77 Millionen Euro entspricht. Auf den Umsatz gerechnet fällt die Gesamtsumme jedoch recht klein aus: Dieser lag bei 4,9 Milliarden australischen Dollar, also nicht ganz 4 Milliarden Euro. Apple wollte den Vorgang nicht kommentieren.
(Bild:Â Apple)
Dem iPhone- und Mac-Hersteller wird ebenso wie anderen großen internationalen IT-Konzernen vorgeworfen, ihre Gewinne außerhalb der USA durch verschiedene Steuersparmodelle zu "optimieren". In Großbritannien kam es dazu erst am vergangenen Montag zu einer öffentlichen Anhörung des Parlaments. Die New York Times beschrieb schon im Frühjahr ausführlich ein System mit dem Spitznamen "Double Irish with a Dutch Sandwich" (etwa: Doppelter Ire mit niederländischem Sandwich), das Apple anwenden soll. Dabei wird Geld über irische und niederländische Tochterfirmen bis in karibische Steueroasen geleitet. "Heute wird diese Methode von Hunderten anderer Firmen genutzt", stellte die Zeitung damals fest. (bsc)