MSN Direct bringt die günstigsten Benzinpreise auf das Navi
Der US-amerikanische Datendienst sorgt dafür, dass ein Navigationsgerät mehr als nur die reinen Staudaten kennt.
Garmin hat auf der CES einige neue Geräte in der Nüvi-Modellreihe angekündigt, unter anderem auch das nüvi 780. Bei der gesamten Reihe handelt es sich um ausschließlich für den nordamerikanischen Markt bestimmte Modelle, die in Europa gar nicht angeboten werden. Interessant und berichtenswert ist bei den 700er-Geräten aber ein Feature, das auch für hiesige Länder mit einem TMC-Service recht spannend werden könnte: MSNdirect (Microsoft DirectBand wireless datacasting network). Dieser für die USA recht neue Dienst ist nichts anderes als der bei uns schon deutlich betagte Radio-Daten-Service RDS, dessen bekanntester Ableger der Traffic-Message-Channel TMC ist.
Über UKW-FM-Rundfunksender werden im nicht hörbaren Bereich codierte Verkehrsnachrichten übertragen. Der in den USA neu aufgelegte Dienst beschränkt sich allerdings nicht auf die reinen Staudaten wie bei uns, sondern bietet auch lokale Wetternachrichten, die billigsten Benzinpreise und sogar Veranstaltungshinweise – also deutlich mehr Service als hierzulande. Der Dienst ist in den USA für Neukäufer von Garmin-Geräten für ein Jahr als Schnupperangebot kostenlos, danach werden pro Jahr etwa 50 USD fällig. Dies ist natürlich in der Bundesrepublik mit der öffentlich-rechtlichen Programmstruktur beim kostenlosen TMC-public nicht machbar – für die Anbieter des verschlüsselten TMCpro-Dienstes über die privaten UKW-Senderketten könnte dieser Service aber durchaus interessant sein. (roe)