All for One Steeb AG: Höherer Umsatz, geringerer Gewinn
Der SAP Komplettdienstleister hat sein Umsatz im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr auf 153,2 Millionen Euro steigern können. Der Gewinn fiel aber auch durch die Übernahme von Steeb deutlich niedriger aus.
Die All for One Steeb AG hat im Geschäftsjahr 2011/2012 (1. Okt 2011 – 30. Sep 2012) ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Nach der Übernahme von Steeb und der Umfirmierung von der All for One AG zur All for One Steeb AG erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 153,2 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 70 Prozent gegenüber 90,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der SAP Komplettdienstleister mit Schwerpunkt Mittelstand erzielte ohne den Einbezug von Steeb eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent. In Deutschland alleine setzte das Unternehmen 134,9 Millionen Euro um, im Geschäftsjahr 2010/11 waren es noch 72,7 Millionen Euro.
Nach Angaben der All for One Steeb AG konnten die drei unternehmensrelevanten Bereiche Outsourcing Services (einschließlich Softwarewartung), Consulting und SAP-Lizenzen Zuwächse verzeichnen. Das EBIT wurde um 26 Prozent auf 6 Millionen Euro (2010/11: 4,7 Millionen Euro) gesteigert und enthält transaktions- und einmalige integrationsbedingte Kosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro aus der Übernahme von Steeb. Die EBIT-Marge betrug 4 Prozent und lag unter den 5 Prozent des Vorjahres. Beim Konzernergebnis musste der Anbieter ein Minus von 42 Prozent verkraften und kommt auf 4,2 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug das Ergebnis noch 7,2 Millionen Euro. Für das kommende Geschäftsjahr 2012/2012 hat die All for One Steeb AG zudem ambitionierte Ziele herausgegeben. So will das Unternehmen 170 Millionen Euro umsetzen und eine EBIT-Marge von 5 Prozent erzielen. All for One Steeb Vorstandssprecher Lars Landwehrkamp: „Innerhalb von nur vier Jahren haben wir unseren Umsatz mehr als verdoppelt. Mit der erfolgreichen Integration von Steeb wollen wir im Windschatten von SAP auch weiterhin kräftig wachsen, sofern uns die Konjunktur keinen Strich durch die Rechnung macht. Neue Themen wie Geschäftsdatenanalyse, SAP Hana, Mobile Lösungen oder Software on Demand erweitern zudem unsere strategischen Optionen“. (roh)