Google-Chef übernimmt Verwaltungsratsvorsitz von politischer Stiftung
Eric Schmidt rückt an die Spitze des Verwaltungsrates der New America Foundation, einem parteiübergreifenden Thinktank, bei dem er schon seit zehn Jahren engagiert ist.
Google-Chef Eric Schmidt übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrates der New America Foundation, einer überparteilichen Washingtoner Denkfabrik. Schmidt tritt am 1. Juni die Nachfolge des Journalisten James Fallows an, der dem Gremium seit der Gründung der Stiftung 1998 vorsaß und auch in Zukunft weiter angehören wird. Der Google-Chef gehört dem Verwaltungsrat ebenfalls seit Gründung der New America Foundation an. Mit dem Wechsel im Verwaltungsrat gehen Personalien in der operativen Leitung der Stiftung einher. Im vergangenen September übernahm der Pulitzer-Preisträger und ehemalige leitende Redakteur der Washington Post, Steve Coll, den Posten des CEO.
Die New America Foundatio ist nach eigenen Angaben ein überparteiliches Politik-Institut, das "vielversprechende neue Stimmen" in Washington zu Gehör bringen will. Mit einem jährlichen Budget von 13,5 Millionen US-Dollar anderem fördert die Stiftung Individuen und Ideen über verschiedene Programme. "New America ist ein Ort, an dem erstklassige Gelehrte konkrete und kreative Lösungen für einige der größten Herausforderungen unserer Nation finden", sagte Schmidt. In der Zukunft soll die Stiftung zu einem "digitalen Thinktank" werden, ergänzt CEO Coll, und die Reichweite der Programme durch stärkeren Einsatz neuer Techniken vergrößert werden. Die Foundation soll innovative Forschungsansätze fördern und wissenschaftliche Netzwerke zu den drängendsten Themen der Gegenwart bilden und Unterstützen, dazu gehört unter anderem die Netzneutralität.
Schmidt war schon vor seinem Engagement bei Google im Verwaltungsrat der Stiftung tätig. Zuletzt hat Google seine Aktivitäten in Washington ausgebaut und setzt zunehmend auf echte Lobby-Arbeit. Eine eigene Mannschaft versucht, die Interessen des Suchmaschinenriesen am Capitol Hill zu vertreten. Zuletzt war Google in Washington insbesondere in Sachen Netzneutralität unterwegs; aber auch die Übernahme des Werbedienstleisters DoubleClick hat die Lobby-Arbeiter beschäftigt. (vbr)