Europas stärkste Trägerrakete soll morgen ins All starten

An Bord der Ariane-5 ECA befindet sich unter anderem der Satellit Hot Bird 7A von Eutelsat. Hot Bird 7 war beim fehlgeschlagenen Jungfernflug der Schwerlast-Trägerrakete mit explodiert.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die stärkste Trägerrakete Europas, die Ariane-5 ECA (Evolution Cryotechnique Type A), soll am morgigen Dienstag (23:13 MEZ) vom Startplatz Kourou in Französisch-Guayana aus ins All starten. An Bord befinden sich der Satellit Hot Bird 7A des weltweit drittgrößten Satellitenbetreibers Eutelsat sowie Spainsat des spanischen Betreibers Hisdesat. Während der von Alcatel Alenia Space gebaute Hot Bird 7A den bereits 1995 im All positionierten Rundfunk-Satelliten Hot Bird 1 unterstützen und später ersetzen wird, soll mit Spainsat vor allem abhörsichere Telekommunikation für das spanische Verteidigungsministerium bereitgestellt werden.

Die Schwerlast-Trägerrakete Ariane-5 ECA kann zwei Satelliten gleichzeitig mit einer Gesamtmasse von nahezu zehn Tonnen in geostationäre Umlaufbahnen befördern. Nach dem gescheiterten Jungfernflug im Jahr 2002, als Haarrisse im Kühlsystem des Haupttriebwerks zur Sprengung der Rakete und zum Verlust der Nutzlast – unter anderem von Hot Bird 7, der damals schon ins All sollte – geführt hatten, wurde mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Verbesserung der Rakete investiert. Der zweite Start am 12. Februar 2005 verlief ohne Zwischenfälle. Zuletzt beförderte im November 2005 eine Ariane-5 ECA den Live-Übertragungs-Satelliten Spaceway 2 der US-Firma DirecTV, sowie den Satelliten Telkom 2 der PT Telekomunikasi Indonesia erfolgreich ins All. (pmz)