Hollywood einigt sich auf Antipiraterie-Technik
Das Hollywood-Entwicklungslabor Movielabs favorisiert eine Fingerprinting-Technik, die illegale Raubkopien im Netz identifizieren soll.
Das von namhaften Hollywood-Produktionsfirmen gegründete Entwicklungslabor Movielabs hat sich anscheinend auf einen vorläufigen Sieger im Rennen um eine Fingerprinting-Technik geeinigt, mit der künftig nach Raubkopien im Netz gefahndet werden soll. Movielabs hat im vergangenen Jahr Dutzende Fingerprinting-Techniken getestet. Zu den Geldgebern gehören Paramount, Sony Pictures, Twentieth Century Fox, Universal, Walt Disney und Warner Bros.
Auf einem Anti-Piraterie-Workshop, den die Motion Picture Association of America (MPAA) zusammen mit der Universität von Kalifornien veranstaltete, gab UCLA-Präsident Leonard Kleinrock das Ergebnis bekannt, ohne allerdings Namen von irgendwelchen Herstellern zu nennen. Laut Vermutungen der New York Times, basierend darauf, wer anschließend in den Gängen der Uni triumphierte, habe die Video-DNA-Technik der kalifornischen Firma Vobile die Konkurrenten von Philips, Thomson und Audible Magic aus dem Rennen geschlagen. Letztere kommt unter anderem bei YouTube zun Einsatz.
In einem umfangreichen Test fütterte Movielabs die Fingerprinting-Systeme mit Hunderten von Stunden kopiergeschützten Videomaterials. Anschließend sollten die fragliche Programme die Filme mit Tausenden von Dateien vergleichen, deren Videomaterial teilweise dunkel, beschnitten oder mit Rauschen belegt war. In einer zweiten Testphase sollen die Systeme beweisen, ob sie bei einer größeren Flut von Daten noch ausrechend performant arbeiten. (akr)