Gebote für US-Bildagentur Getty kaum über Börsenwert
Die Fotoagentur stößt bei ihrer Suche nach einem Käufer einem Bericht der "New York Times" zufolge auf Probleme.
Die weltgrößte Fotoagentur Getty Images stößt bei ihrer Suche nach einem Käufer einem Zeitungsbericht zufolge auf Probleme. Getty habe bislang keine deutlich über ihrem derzeitigen Börsenwert liegenden Angebote erhalten, berichtet die New York Times heute unter Berufung auf informierte Personen. Die Interessenten seien überwiegend private Beteiligungsgesellschaften.
Getty hatte im Januar bestätigt, einen Verkauf zu prüfen. Der Börsenwert der Agentur liegt gegenwärtig bei knapp 1,6 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro). Die Kreditkrise erschwert derzeit große Übernahmen besonders für private Finanzinvestoren, die einen Großteil solcher Käufe über Darlehen abwickeln.
An Getty interessiert seien Gesellschaften wie Kohlberg Kravis Roberts (KKR), Bain Capital und Providence Equity Partners, so die Zeitung weiter. Einer Übernahme müssten zudem die Aktionäre zustimmen und ihre Anteile verkaufen.
Die 1995 gegründete Bildagentur ist durch zahlreiche Zukäufe rasch gewachsen, leidet aber unter dem scharfen Wettbewerb auf dem Bildmarkt. Zu den Kunden gehören Werbeagenturen und Medien. Größte Konkurrenten sind Jupitermedia und die private Agentur Corbis des Microsoft-Gründers Bill Gates. Weitere Wettbewerber sind große internationale Nachrichtenagenturen mit ihrem eigenen Bildangebot. (dpa) / (anw)