Ericsson lagert Entwicklung in Backnang nur teilweise aus
Ausgegliedert und an anderen Standorten gebündelt würden die Bereiche mechanische Fertigung, Entwicklung von Bauteilen und Fertigungsvorbereitung, teilte Ericsson am heutigen Dienstag in Düsseldorf mit. Davon seien rund 40 Mitarbeiter betroffen.
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson will die Ausgliederung der Entwicklungssparte am Standort Backnang deutlich weniger forcieren als bislang befürchtet. Ausgegliedert und an anderen Ericsson-Standorten gebündelt würden die Bereiche mechanische Fertigung, Entwicklung von Bauteilen und Fertigungsvorbereitung, teilte Ericsson Deutschland am heutigen Dienstag in Düsseldorf mit. Davon seien rund 40 Mitarbeiter betroffen.
Die Forschung für den Weitverkehrsrichtfunk und das Netzmanagementsystem ServiceOn blieben als eigenständige Organisationseinheiten erhalten, hieß es weiter. Die anderen Mitarbeiter des Forschungsbereichs sollen in ein "Design-Zentrum" eingegliedert werden, das sich innerhalb des Ericsson-Konzerns um Projekte und Aufträge bewerben werde. Der Konzern habe seine Restrukturierungspläne noch einmal überarbeitet und sehe vom Verkauf des Bereichs an ein anderes Unternehmen ab, erklärte Deutschland-Geschäftsführer Stefan Kindt.
Ende Juni standen die Zeichen noch auf Verkauf: Bei einer von der Arbeitnehmervertretung einberufenen Betriebsversammlung hatte die Geschäftsführung den Mitarbeitern umfangreiche Outsourcing-Pläne präsentiert – und musste dafür harsche Kritik einstecken. Das sei "ein Tod auf Raten für den Standort Backnang", sagte der Betriebsratsvorsitzende Rolf Lohrmann damals heise online. Mit der Aufgabe des Entwicklungsstandorts Backnang füge Ericsson sich selbst Schaden zu. Ericsson hatte den Standort Anfang 2006 im Zuge der Integration von Marconi übernommen und später rund 230 Arbeitsplätze abgebaut. (pmz)