STP-Pakete aus dem Router klemmen Switch ab
Wir haben einen günstigen WLAN-Router gekauft, den wir vorübergehend als einfachen Access Point für ein Test-WLAN in unserem Unternehmensnetz einsetzen wollen. Doch jedesmal, wenn wir ihn anschließen, schaltet der Firmen-Switch seinen zugehörigen Ethernet-Port ab. Warum tut er das?
Wir haben einen günstigen WLAN-Router gekauft, den wir vorübergehend als einfachen Access Point für ein Test-WLAN in unserem Unternehmensnetz einsetzen wollen. Doch jedesmal, wenn wir ihn anschließen, schaltet der Firmen-Switch seinen zugehörigen Ethernet-Port ab. Warum tut er das?
Dahinter steckt eine Schutzfunktion des Switches: Wenn er STP-Pakete (Spanning Tree Protocol) an Ports hereinkommen sieht, die nicht zur Verbindung mehrerer Switches untereinander definiert sind (Backbone), dann schaltet er den Port sicherheitshalber ab. Das vermeidet ein versehentliches Ändern der Netztopologie und damit einhergehende Unterbrechungen im LAN. Die Hersteller nennen diese Schutzfunktion unterschiedlich, bei Cisco etwa heißt sie BPDU Guard (Bridge Protocol Data Unit).
Mit STP vereinbaren schlaue Switches, welche Querverbindungen aktiv sind und welche als Ausfallreserve dienen. Manche WLAN-Router für kleine Netze senden aber an ihren LAN-Ports auch im AP-Modus STP-Frames, obwohl sie das nicht müssten, denn im Heimnetz gibt es typischerweise keine weiteren STP-fähigen Switches. Wir haben solch ein Verhalten bei verschiedenen Geräten von Asus, Cisco (Linksys) und Netgear beobachtet. Nun können Sie entweder den Firmen-Switch so umkonfigurieren, dass er am betroffenen Port hereinkommende STP-Frames filtert statt ihn zu deaktivieren. Oder Sie schauen beim Router-Hersteller, ob es ein Firmware-Update gibt, das dieses Verhalten abstellt. (ea)