Nächste "Lunar Lander Challenge" in zwei Wochen
NASA und Northrup Grumman setzen zwei Millionen Dollar auf funktionierende Raketenschwebetechnik aus.
Ende Oktober ist es so weit: Dann werden zahlreiche Raketenforscher den Himmel über dem US-Bundesstaat New Mexico erleuchten lassen. Die vollständig privat finanzierte Hochtechnologie wetteifert im Rahmen der so genannten "Northrup Grumman Lunar Lander Challenge" um insgesamt 2 Millionen Dollar. Die Weltraumbehörde NASA erhofft sich von der Veranstaltung, dass die im Wettbewerb stehenden Lösungen den Ausgangspunkt für neue Antriebstechnologien liefern. Idealerweise wären diese auch noch dazu geeignet, bei der im nächsten Jahrzehnt geplanten Rückkehr zum Mond als neue technische Plattform zu dienen.
Die Anforderungen bei der "Lander Challenge", die 2007 zum zweiten Mal stattfindet, klingen auf den ersten Blick recht simpel: Die Weltraumfahrzeug-Prototypen müssen mit ihren Raketenmotoren mindestens 50 Meter in die Luft steigen, dort eine vorher festgelegte Zeit lang schweben und dann mit dem Heck nach unten wieder landen – auf einem zuvor festgelegten Platz. Dann muss die Sequenz in umgekehrter Reihenfolge gemeistert werden. Viel Zeit haben die Teams nicht: Insgesamt zweieinhalb Stunden. Es gibt zwei Hauptpreise: Den einen erhält man für 90 Sekunden freies Schweben, den anderen für volle 180 Sekunden. Dabei gilt: Keines der Teams darf sich im Vorfeld durch öffentliche Einrichtungen helfen lassen, die Entwicklungsmittel müssen vollständig aus der eigenen Tasche finanziert werden. "Die NASA zahlt erst dem Gewinner etwas aus", meint Will Pomerantz, Direktor bei der "X-Prize Foundation", die zu den Co-Sponsoren der "Lunar Challenge" zählt.
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(bsc)