Cisco engagiert sich im Smart-Grid-Geschäft

Der Netzwerkriese will auch im Geschäft mit intelligenten Stromnetzen vorne dabei sein und verkauft IP-Technik für Stromkonzerne.

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Wer mit Cisco über das Thema Energie spricht, wird daran erinnert, was für ein nebulöser Begriff das "Smart Grid" eigentlich ist. Für den Netzwerkriesen selbst könnte die Sache allerdings kaum klarer sein: Ähnlich wie beim Internet, bei dem der Konzern mit seiner vielfältigen Router-Hardware eine wichtige Rolle gespielt hat, will er nun auch beim Bau intelligenter Stromnetze ganz vorne dabei sein, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Dazu soll es neue Geräte und Dienste geben, die sich speziell an die Stromindustrie richten und die das Stromnetz gleich an mehreren zentralen Punkten berühren. An jeder wichtigen Stelle ist Netzwerk-Hardware gefragt, meint Cisco, sei es nun ein Gateway am Strommast, das die Daten von intelligenten Zwei-Wege-Stromzählern einsammelt oder der Router in der Trafostation.

Die Idee dabei ist, das Stromnetz mit einem neuen Computernetzwerk zu überlagern, das den Stromkonzernen die Möglichkeit gibt, ihre Infrastruktur zu überwachen – von der Hochspannungsleitung bis zum Endkunden. So soll der Strom künftig effizienter übertragen und bei Stromausfällen schneller reagiert werden können. Die Vernetzung ist auch wichtig, weil sie es erleichtert, erneuerbare Energiequellen in den Strommix einzubeziehen.

Cisco muss allerdings zunächst die Stromnetzbetreiber überzeugen, die notwendigen Mittel in die Hand zu nehmen. Sie haben bereits große Investitionen in ältere Netzwerkarchitekturen gesteckt – beispielsweise das TDM-Protokoll. Um höhere Bandbreiten übertragen zu können und ein flexibleres Netzwerk zu erhalten, steigen viele Betreiber aber mittlerweile auf standardbasierte Technik um, wie sie auch im Internet verwendet werden: IP und Ethernet. Ciscos neue GridBlocks-Technik verwandelt das gesamte Netzwerk eines Stromkonzerns in ein IP-Netz.

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(bsc)