Verbessertes OLED-Produktionsverfahren vorgestellt
Der Chemiekonzern DuPont will mit neuen organischen Materialien die bislang noch sehr teuren Bildschirme künftig großflächig im Tintenstrahldruckverfahren herstellen.
Hochwertige Bildschirme aus organischen Leuchtdioden (OLEDs) sind leicht, energieeffizient und bieten knackige Farben – doch ihre Herstellung hat sich bislang als sehr teuer erwiesen. Außerdem ist die Haltbarkeit der Technik noch längst nicht dort, wo sie sein könnte.
Der Chemiegigant DuPont hat deshalb nun ein neues Material für die Display-Herstellung entwickelt, das langlebig sein soll und sich gleichzeitig kostengünstig auf große Flächen aufbringen lässt – mit einem Prozess, der sich an Tintenstrahldruckverfahren anlehnt. Laut dem Unternehmen lässt sich die Technik auch in bestehenden Produktionsanlagen nutzen. Erste Gespräche mit Herstellern liefen bereits, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Auf dem Symposium der Society for Information Display (SID) in San Antonio präsentierte der Chemiekonzern sein neues OLED-Material in der vergangenen Woche erstmals detailliert der Öffentlichkeit. Wie genau das Tintenstrahlverfahren funktioniert und welche Bestandteile das neue Material enthält, wurde jedoch nicht preisgegeben. Die Haltbarkeit sei jedoch "wirklich beeindruckend", meint Samson Jenekhe, Professor für Chemieingenieurwesen an der University of Washington in Seattle, der die Technik kennt. Beispielsweise leuchte der grüne Farbanteil vermutlich mehr als eine Million Stunden, was laut DuPont ein Rekord ist. Die Effizienz und Farbreinheit entspreche zudem den aktuell besten organischen Displays auf dem Markt.
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(bsc)