Vodafone bekennt sich zum Standort Eschborn
Vodafone will den Standort Eschborn beibehalten und stärken. Ab Mai 2014 will das Unternehmen das operative Geschäft für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie weitere Unternehmensbereiche dort zusammenlegen.
Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone bündelt sein Geschäft im Rhein-Main-Gebiet am Standort Eschborn. Ab Mai 2014 werden die Niederlassung für das operative Geschäft der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, die Technikeinheiten sowie die frühere Arcor-Festnetzzentrale dort in einem Neubau zusammengelegt, wie Vodafone am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Der Mietvertrag sei unterschrieben worden. Damit werde der Standort gestärkt.
Gewerkschaft und Betriebsrat fürchten seit Monaten einen Kahlschlag an dem Standort. "Diese Angst ist nicht vom Tisch", sagte Betriebsratschef Lars Kreer. Denn das Unternehmen will zum April 2013 etwa 360 Arbeitsplätze nach Düsseldorf umsiedeln. Erst knapp 50 Kollegen hätten dem Wechsel zugestimmt, sagte Kreer. Der Betriebsrat habe eine Einigungsstelle angerufen, um den Sozialplan zu verbessern und die Zahl der Betroffenen zu drücken. Der Geschäftsführung sei an einer Verlagerung der Stellen gar nicht gelegen, mutmaßt Kreer: "Die Leute sollen möglichst keine Perspektive haben und das Unternehmen verlassen."
Vodafone wies die Vorwürfe erneut zurück. Das Unternehmen werde in der Region auch künftig Arbeitsplätze für mehr als 1000 Mitarbeiter bieten. Und für den Neubau im Eschborner Gewerbegebiet-Süd sei ein zehnjähriger Mietvertrag abgeschlossen worden. Dieser unterstreiche das langfristige Interesse des Konzerns an der Rhein-Main-Region und sei ein klares Bekenntnis für den Standort Eschborn. Vodafone wolle die Rhein-Main-Region als Technik-Kompetenz-Zentrum des Unternehmens stärken, so heißt es in einer Meldung des Unternehmens. ()